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    Ein Umzug ist allgemein mit hohen Kosten verbunden, welche durch die Mietkaution zusätzlich belastet werden. Mit der Mietkautionsversicherung entfällt die Einzahlung der Mietkaution, was für Mieter mehr finanzielle Liqudität bedeutet.

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    • Möglichkeit ein bestehendes Mietzinsdepot freizuschalten
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    Möchten Sie diese hohen Ausgaben für die Barkaution vermeiden und Ihr Geld lieber in die Aktivitäten des Unternehmens stecken? Dann ist eine gewerbliche Mietkautionsbürgschaft eine Alternative für Sie.

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Mietzinsdepot hinterlegen war gestern.

Heute mieten Sie kautionsfrei!

Anstatt wie bisher für den Vermieter ein Mietzinsdepot bei der Bank zu leisten, können Mieter in der Schweiz eine Mietkautionsbürgschaft abschliessen und ersparen sich so die Einzahlung der Mietkaution. Im Gegenzug bezahlt man eine kleine Versicherungsprämie an die Mietkautionsversicherung, die als sich als Garantin verpflichtet.


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FAQ - Häufige Fragen zur Mietkaution
Kann ich meine gesperrte Kaution freischalten?
  • Ja, Sie können ein bereits hinterlegtes Mietzinsdepot durch eine Mietkaution ersetzen und wieder frei über Ihr Geld verfügen. Ist der Vermieter mit der Umwandlung resp. Auflösung des Bankdepots einverstanden, kann der jetzige Bankbeleg beim Vermieter durch eine offizielle Mietkautionsurkunde ersetzt werden. Die Mietkautionsurkunde bietet Ihrem Vermieter dieselbe Sicherheit wie das bereits bestehende traditionelle Bankdepot.
  • Es empfiehlt sich mit dem Vermieter abzuklären, ob dieser mit einer Auflösung des Mietzinsdepots einverstanden ist. Es muss auch beachtet werden, dass eine Mietkaution bei einer Versicherung nicht abgeschlossen werden kann, wenn bereits Forderungen wie beispielsweise rückständige Mietzinszahlungen bestehen, da die Mietkautionsgesellschaften erst für Forderungen ab Beginn der Police aufkommen.
  • Sobald Ihre Mietkautionsanfrage angenommen wurde und Ihr Vermieter die Bürgschaftsurkunde erhalten hat, können Sie ihn um die Auslösung des Mietzinsdepots bitten und sich Ihr Kautionsgeld zurückholen. Hierzu bereitet der Vermieter ein Formular vor, welches Ihre Unterschrift benötigt und anschliessend an die Bank mit dem Auflösungsauftrag gesendet wird. Die gesamte Prozedur kann bis zu 10 Arbeitstage dauern.
Kann mein Vermieter die Mietkautionsversicherung ablehnen?

Da es keine gesetzliche Regelung gibt, die dem Mieter die Wahl des Instituts für die Sicherstellung der Mietkaution einräumt, entscheidet in der Praxis der Vermieter ebenfalls auf welche Art und Weise die Mietkaution zu leisten ist. Je nach Variante auch bei welchem Anbieter abgeschlossen werden darf.

Das Mietrecht kennt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten der Sicherheitsleistung. Die Bank- oder Versicherungsbürgschaft ist eine der Möglichkeiten. In den meisten Fällen nutzen informierte Vermieter - und insbesondere Liegenschaftsverwaltungen - die Mietkautionsbürgschaft um ihrer Mieterschaft eine Alternative anzubieten. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass Vermieter die Mietkautionsbürgschaft als Alternative zum Mietzinsdepot ablehnen.

Kann ich die Mietkautionsversicherung selber wählen?

Es ist verständlich, dass jeder von uns die günstigste und beste Versicherung finden möchte. Dies ist gang und gäbe in der Schweiz und ist für jedermann erlaubt, zumindest bei allen herkömmlichen Versicherungen, welche wir im Laufe der Jahre erwerben. Nicht so bei der Mietkautionsversicherung: Hier kann es bei der Wahl des Anbieters zu Einschränkungen kommen, weil der Vermieter noch im Spiel ist, welcher sehr häufig vorgibt, bei welcher Mietkautionsversicherung die eigene Mieterschaft die Mietkaution abschliessen darf. Dies, da Vermieter auch ihre Mietzinsdepots stets bei derselben Bank eröffnen und Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Instituten legen.

Dies bedeutet, dass Sie in speziellen Fällen auf eine günstigere Variante verzichten müssen, da der Vermieter eine bestimmte Mietkautionsversicherung bevorzugt. Deshalb lohnt es sich beim Vermieter nochmals abzuklären, welche Gesellschaften akzeptiert werden und welche aussen vor gelassen werden müssen.

Werden Unterlagen für die Bearbeitung benötigt?

Die aktuellen Angebote im Bereich der Mietkautionsbürgschaft unterscheiden sich insbesondere in dieser Hinsicht, da die einzelnen Anbieter auch unterschiedliche Antragsprozesse verfolgen. Deshalb verlangt der Grossteil der Anbieter, wie z.B. die FirstCaution, SwissCaution oder AprilCaution, verschiedene Dokumente für die Eröffnung der Mietkaution:

  • Von allen Mietern unterzeichneten Versicherungsantrag
  • Ausweiskopien aller Mieter
  • Kopie des Mietvertrages
  • Kopie des Betreibungsregisterauszuges

Wer sich für eine Mietkaution bei der goCaution entscheidet, braucht keine Dokumente einzureichen. Hier wird die Antragsprüfung direkt online anhand Ihrer Angaben vorgenommen und Sie erhalten innert weniger Minuten/Stunden per E-Mail eine Status-Benachrichtigung.

Welche Anbieter stehen im Vergleich?

Auf Mietkautionschweiz.ch können Sie die grössten traditionellen Kautionsfirmen vergleichen, welche ausschliesslich auf die Erbringung von Mietkautionen spezialisiert sind. Es handelt sich um die Anbieter goCaution, FirstCaution, SwissCaution, AdunoKaution und SmartCaution, die FINMA-genehmigte Produkt in der Schweiz anbieten.

Mit wenigen Klicks können Sie mittels dem Mietkautionsbetrages und des Mietbeginns Ihre Prämie berechnen und den Anbieter wählen, welcher die besten Konditionen bietet. Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, dass die eigentliche Leistung der Mietkaution bei allen Anbietern identisch ist, dennoch variieren die Prämien erheblich. Insbesondere unterscheiden sich die Anbieter in der Frage, ob und in welcher Höhe die Kautionsgesellschaften weitere Gebühren für die Administration, bei Rückvergütungen oder bei Kündigung der Police erheben. In unserem Rechner sind alle Einzelheiten transparent aufgelistet und können sich ein klares Bild über die definitiven Kosten verschaffen.

Wie kündige ich die Mietkautionsbürgschaft?

Im Vergleich zu anderen, klassischen Versicherungsprodukten erübrigt sich bei der Mietkautionsbürgschaft das Einsenden eines Kündigungsschreibens an die Mietkautionsversicherung. Die Mietkautionsbürgschaft wird ausschliesslich vom Vermieter aufgelöst, indem er diese an die jeweilige Mietkautionsversicherung zurücksendet. Wenn Sie z.B. aus der Wohnung ausziehen und keine Forderungen seitens des Vermieter bestehen, verschickt Ihr Vermieter nach der offiziellen Wohnungsübergabe das Kautionszertifakt an die Mietkautionsversicherung zurück und löst damit die Police auf. Dies bedeutet, dass für die Kündigung der Mietkautionsbürgschaft kein Eingreifen des Mieters erforderlich ist.

Mit diesem Schritt ist die Mietkautionsbürgschaft aufgelöst und nach Erhalt der Bürgschaftsurkunde wird die Auflösung durch die Mietkautionsversicherung vorgenommen. Sie erhalten dann - dies ist nicht bei allen Anbieter so - die nicht verbrauchte Prämie anteilsmässig zurückerstattet. Bei manchen Anbietern wird die unverbrauchte Prämie bei einer Kündigung innerhalb der ersten 12 Vertragsmonaten nicht zurückerstattet. Die Auflösung der Mietkautionsbürgschaft kann in folgenden Fällen vorgenommen werden:

  1. Sie ziehen um und wollen für das neue Mietobjekt keine Mietkautionsbürgschaft einsetzen oder
  2. Sie hinterlegen dem Vermieter die geforderte Mietkaution auf ein Mietzinsdepot bei einer Bank und können so die Mietkaution auflösen und wieder ersetzen.

In jedem Fall können Sie also praktisch von heute auf morgen die Mietkautionsbürgschaft auflösen.

Ist die Mietkautionsbürgschaft eine Art Kredit?

Oftmals fragen sich Mieter, ob die an die Mietkautionsversicherung einbezahlten Jahresprämien an die "eigentliche" Kautionssumme angerechnet werden. Denn bei einer Jahresprämie von 200.- (entspricht etwa einer Kautionssumme von CHF 4'000.-) und einer Laufzeit von 10 Jahren, hat die Mieterschaft bereits rund CHF 2'000.- an die Mietkautionsgesellschaft bezahlt. In diesem Beispiel wäre es so, dass nach 20 Jahren der vom Vermieter geforderte Kautionsbetrag erreicht wird.

Deshalb könnte man meinen, dass die Prämienrechnungen sich dann einstellen. Dem ist aber nicht so! Denn die einbezahlten Mietkautionsprämien sind - wie bei anderen Versicherungsprodukten auch - unwiderruflich weg. Dies bedeutet, dass die eigentliche Leistung der Mietkautionspolice darin besteht, dass Mieter kein Geld für die Mietkaution aufbringen mussten. Deshalb ist die Produktbezeichnung "Mietkautionsversicherung" nur sinngemäss zu verstehen, denn es handelt sich hier um eine Mietkautionsbürgschaft, wobei sich eine Drittpartei gegenüber dem Vermieter verbürgt und im Fall von Forderungen seitens des Vermieters als "Vorfinanzierer" aufkommt.

Was ist das Prinzip der bargeldlosen Mietkaution?

Der Mieter entrichtet anstelle der Zahlung der Mietkaution an den Vermieter einen geringen Jahresbeitrag an eine Mietkautionsversicherung und erhält im Gegenzug eine Mietkautionsurkunde, welche die vom Vermieter geforderte Mietkaution in der vereinbarten Höhe (max. drei Monatsmieten) garantiert. Mit dem Prinzip der Mietkautionsbürgschaft verbürgt sich die Mietkautionsversicherung gegenüber dem Vermieter und kommt bei allfälligen Forderungen nach dem Auszug auf. Dies erspart dem Mieter das Aufbringen der Mietkaution aus Eigenmitteln.

Sollte der Mieter beim Auszug Schäden am Mietobjekt verursacht haben oder das Mieterkonto offene Mietzinse aufweisen, die über die Mietkaution zu verrechnen sind, leistet die Mietkautionsversicherung den geforderten Betrag an den Vermieter. Anschliessend schuldet der Mieter der Mietkautionsversicherung - im Rahmen des Regress-Verfahrens - den geleisteten Betrag. Dies bedeutet, dass die Mietkautionsbürgschaft keine Versicherung im klassischen Sinne ist und der eigentliche Nutzen des Produkts darin besteht, dass der Mieter für das Mietobjekt selber keine Mietkaution aufbringen muss.

Was sind die Vor- und Nachteile der Mietkaution?

Zusätzliche Liquidität beim Umzug, günstige Prämie und jederzeit flexibel kündbar – das sind die Vorteile einer Mietkaution für Mieter. Mieter die eine Mietkaution abschliessen, können frei über ihr Geld verfügen und das ersparte Geld kann für andere Ausgaben verwendet oder zur Kostendeckung des Umzuges wie für neue Möbel, Transport- oder Reinigungskosten genutzt werden.

Wer beim Umzug knapp bei Kasse ist, hat mit der Mietkaution ein innovatives Finanzprodukt, welches günstiger als ein herkömmlicher Kredit ist. Anstelle der Barkaution wird ein günstiger Jahresbeitrag (in der Regel 5% des Kautionsbetrages) fällig. Vermieter schätzen die unkomplizierte Verwaltung der Bürgschaftsurkuden. Geringe Kosten und eine einfache Handhabung machen sie zu einer interessanten Alternative zum traditionellen Mietzinsdepot.

VORTEILE DER MIETKAUTION:

  • Erspartes Geld der Barkaution verbleibt zur freien Verfügung
  • Mehr finanzieller Spielraum beim Umzug
  • Schonung der Ersparnisse
  • Keine Doppelbelastung (alte Kaution noch nicht ausgezahlt, neue schon fällig)
  • Vermeidung teurer und unflexibler Kredite
  • Als Zwischenfinanzierung nutzbar (Mietkautionsbürgschaft kann später in Barkaution umgewandelt werden)

NACHTEILE DER MIETKAUTION:

  • Nicht alle Mieter erhalten eine Bürgschaft
  • Mieter muss nach Inanspruchnahme das Geld zurückerstatten.
  • Überschaubare aber regelmässige Kosten (siehe Anbieter im Vergleich), die sich bei längerer Laufzeit summieren
Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkautionsbürgschaft

Vertragsbeginn der Mietkautionsbürgschaft ist das Ausstellungsdatum auf der Bürgschaftsurkunde und entspricht in der Regel dem Mietbeginn. Ab diesem Datum greift die Mietkaution für Mieter und Vermieter. Bezüglich Kündigungsfristen gibt es von Seiten der Mietkautionsgesellschaften generell keine festen Vorgaben. Auch gibt es keine Mindestlaufzeit. So kann der Vertrag sowohl zu Beginn als auch während eines Mietverhältnisses abgeschlossen werden (z.B. wenn sich die Mieterschaft im Nachhinein für den Abschluss einer Mietkaution entscheiden, um das gesperrte Kautionsgeld freizuschalten).

Erfolgt die Kündigung während eines laufenden Mietverhältnisses, benötigt der Vermieter eine Ersatzsicherheit, wie z.B. Mietzinsdepot bei einer Bank. Bei einer Kündigung werden die Kosten meistens taggenau abgerechnet; zu viel gezahlte Beiträge werden der Mieterschaft zurückerstattet. Achtung: Einige Anbieter berechnen dem Mieter bei Auflösung der Mietkaution zusätzliche Gebühren oder machen Kosten für Rückvergütungen geltend. Andere Anbieter erstatten die Prämie erst ab dem zweiten Jahr zurück.

Was geschieht wenn ein Schadensfall eintritt?

Sollte die Mieterschaft bei Auszug offene Forderungen gegenüber dem Vermieter haben, wie etwa offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, so kann der Vermieter den Gesamtbetrag von der Mietkautionsversicherung einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt . Mit rechtsgültigen Unterschriften auf der Rückseite des Mietkautionszertifikates gibt man der Mietkautionsversicherung den Auftrag, den geforderten Betrag an den Vermieter oder die Liegenschaftsverwaltung auszuzahlen. Nachdem die Mietkautionsversicherung die Leistungen an den Vermieter erbracht hat, fordert diese den geleisteten Betrag vom Mieter zurück. Dies, weil es sich hierbei nicht um einen traditionellen Versicherungsschutz, sondern um eine Bürgschaft handelt und somit ein Rückgriff auf den Bürgschaftsnehmer üblich ist. Anmerkung: Die Mietkaution ist also keine Versicherung im klassischen Sinne! Deshalb lohnt es sich, sich zusätzlich mit der Privathaftpflichtversicherung abzusichern.

Die Mietkaution ist keine Bürgschaft und keine klassische Versicherung!

Der Begriff Mietkautionsversicherung ist mit Vorsicht zu geniessen. Häufig gehen Mieter davon aus, dass die Mietkautionsversicherung eine Versicherung im klassischen Sinne ist und offene Mietzinsen und Schäden am Mietobjekt übernimmt - ähnlich wie eine Privathaftpflichtversicherung. Dem ist aber nicht so. Die Mietkaution beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, wohingegen das Grundprinzip der Versicherung die Risikoübernahme im Schadenfall ist.

Eine klassische Versicherung wie die Privathaftpflicht kommt zum Einsatz, wenn das versicherte Ereignis, der Haftpflichtschaden, eintrifft. Der Versicherungskunde meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen finanziellen Kosten (Vermögensminderung des Versicherten) und der Schadenfall ist abgeschlossen.

Bei der Mietkautionsbürgschaft erfolgt deren Auflösung nur unter bestimmten Umständen. Während bei einer Privathaftpflichtversicherung nur der Kunde eine Versicherungspolice erhält, ist bei der Mietkaution noch eine dritte Partei an der Bürgschaft beteiligt: Der Vermieter. Nach Abschluss der Mietkaution erhält der Vermieter ein Schriftstück, die Bürgschaftsurkunde, als Vertragsbestätigung zugesandt.

Die bargeldlose Mietkaution funktioniert wie ein herkömmliche Bankdepot und hilft zur Schaffung finanzieller Sicherheit im Schadenfall. Der Unterschied liegt darin, dass für den Mieter die Einzahlung auf ein Sperrkonto entfällt und er frei über seine finanziellen Mittel verfügen kann. Macht der Vermieter bei Beendigung des Mietvertrages Ansprüche geltend, z.B. wegen offene Mietzinsen oder Schäden am Mietobjekt, wird die Mietkaution nach Rücksendung der Bürgschaftsurkunde an die Mietkautionsgesellschaft ausbezahlt. Nach Auszahlung der Forderung geschieht jedoch ein bedeutender Schritt: Die Mietkautionsgesellschaft übt auf den Kunden den Regress (=Rückgriff) aus und fordert den Mietkautionsbetrag zurück. Die Mietkautionsbürgschaft ersetzt somit die Einzahlung auf ein Banksperrkonto und schafft finanzielle Räume und übernimmt im Schadenfall Forderungen des Vermieters und fordert diese im Anschluss vom Mieter zurück.

Es empfiehlt sich daher nebst einer Mietkaution immer auch eine Privathaftpflichtversicherung abzuschliessen, welche auch die Mieterschäden übernimmt. Somit wird gewährleistet, dass im Schadenfall der Mieter finanziell abgesichert ist und eine Versicherung das Ausfallrisiko übernimmt.

Wann muss der Vermieter die Mietkaution freigegeben?

Das Mietrecht schreibt vor, dass die Freigabe zu erfolgen hat, sobald die Mietkaution ihre Funktion erfüllt hat. Dies ist der Fall, wenn der Mieter sämtliche Mietzinse und Nebenkosten bezahlt hat und auch keine Mieterschäden vorhanden sind. In solchen Fällen sollte die Kaution problemlos innert wenigen Tagen freigegeben werden.

Weigert sich der Vermieter, die Kaution freiwillig aufzulösen, kann der Mieter an die Schlichtungsbehörde gelangen oder er lässt die Mietkaution ein zusätzliches Jahr auf dem Konto liegen. Denn: Hat der Vermieter auch ein Jahr nach Mietende seine Ansprüche auf die Kaution nicht über den Rechtsweg geltend gemacht, darf der Mieter das Konto ohne die Zustimmung des Vermieters auflösen lassen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf die Mietkautionsbürgschaft (Mietkautionsversicherung) übertragen. Stellt der Vermieter seine Ansprüche auch nach einem Jahr nicht über den Rechtsweg, kann der Mieter die Auflösung der Bürgschaftsurkunde vornehmen.

  • Die Prüf- und Überlegungsfrist des Vermieters bei der Wohnraummiete beträgt in der Regel drei bis sechs Monate. Bei der Miete von Geschäftsräumen bis zu einem Jahr. Wenn kein Anspruch durch den Vermieter gestellt wird, ist spätestens sechs Monate nach Mietende die Mietkaution an den Mieter zurückzuzahlen.
Mietkaution deponieren oder versichern lassen

Vermieter möchten sich bei der Übergabe eines Mietobjektes in Sicherheit wiegen und verlangen deshalb eine Sicherheitsleistung in Form einer Mietkaution. Die Höhe der Kaution liegt in der Schweiz meistens zwischen 1-2 Monatsmieten. Gesetzlich geregelt ist die maximale Mietzinsgarantie von 3 Mietzinsen.

Bisweilen war es üblich, dass der Vermieter für den Mieter ein Depotkonto bei seiner Bank eröffnete und der Mieter anschliessend die vereinbarte Kaution auf dieses Konto einzahlen und sperren musste. Dieses Geld bleibt bis zur Beendigung des Mietvertrages resp. Übergabe des Mietobjektes gesperrt. Oftmals ist es aber so, dass die Mietkaution noch weitere Monate nach Übergabe des Objektes gesperrt bleibt, da der Vermieter noch eine gewisse Zeit für die Erstellung der Abrechnung braucht. Je nach Kündigungstermin ist auch die noch zu erstellende Nebenkostenabrechnung ein Hauptgrund für Verzögerungen, da diese nur periodisch, meistens im April, erstellt werden. Mit Verzögerungen ist insbesondere dann zu rechen, wenn bei der Wohnungsrückgabe Schäden festgestellt worden sind, die die Beauftragung von externen Handwerkern voraussetzen. Der Vermieter benötigt Zeit, denn es müssen Offerten bei Handwerkern eingeholt werden und die Arbeiten der Handwerker können mehrere Wochen oder sogar Monate andauern.

Viele Mieter haben ein finanzielles Problem, denn der neue Vermieter verlangt ebenfalls eine Mietkaution, welche vor dem Vertragsbeginn eingezahlt werden muss. Dazu kommt in der Regel noch der erste Mietzins, welcher auch im Voraus und vor Vertragsbeginn zu bezahlen ist. Die Sperrung der Mietkaution führt bei manchem Mieter zu Zahlungsengpässen.

Das Mietzinsdepot der Bank bringt meist nur geringe bis gar keine Zinsen ein, was sich für den Mieter Nachteilig auswirkt. Insbesondere dann, wenn der Vermieter seine Partnerbank vorzieht, welche schlechtere Konditionen als die eigene Hausbank erwirtschaftet.

Neben der Hinterlegung von Geld auf einem Mietzinsdepot bei einer Bank kennt das Schweizer Mietrecht weitere Formen der Sicherheitshinterlegung, wie zum Beispiel die Bürgschaft. Diese wird jeweils von Banken (Bankgarantie) oder von Versicherungen (Mietkautionsbürgschaft) angeboten und entlasten den Mieter, indem sich die Bank oder Versicherung gegenüber dem Vermieter verbürgt und ihn mit einer Garantieurkunde absichert. Zwischen der Banken- und der Versicherungslösung gibt es bei der Handhabung im Grunde keine nennenswerte Unterschiede. Die Versicherungslösung ist jedoch unkomplizierter im Abschluss und effizienter im Schadenfall, da diese auf diesen Service spezialisiert sind. Die Versicherungslösung ist auch verhältnismässig günstiger und flexibler als die Bankenlösung.

Die Versicherungslösung hat für Mieter wie auch für Vermieter entscheidende Vorteile.

Vorteile für Mieter:
  • Es muss keine Mietkaution einbezahlt und gesperrt werden
  • Es bleibt mehr Geld für den Umzug zur Verfügung
  • Günstige Prämien und einfach zu kündigen
Vorteile für Vermieter:
  • 100%-ige Absicherung der Mietkaution
  • Kein Verwaltungsaufwand, da kein Bankkonto geführt werden muss
  • Schnellere Vergabe von Mietobjekten

Bei den Mietkautionsversicherungen kann der Abschluss online vorgenommen werden. Diese stellen dann dem Vermieter die Bürgschaftsurkunde zu und garantieren die geforderte Kautionssumme. Auf www.mietkautionschweiz.ch können sich Mieter in der Schweiz über die Mietkautionsversicherung informieren und die wichtigsten Schweizer Anbieter online vergleichen.

Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkautionsbürgschaft

Eine Wohnung mieten heisst auch Erspartes blockieren. Denn wer mietet muss eine Mietkaution in Form eines Bankdepots leisten, die in der Regel 2-3 Monatsmieten beträgt. Wer das Mietzinsdepot nicht aufbringen kann oder aber einfach sein Geld nicht blockieren möchte, hat mit der Mietkautionsbürgschaft eine Alternative zum herkömmlichen Mietzinsdepot, welche eine anderweitige Nutzung des Geldes erlaubt und somit das Umzugsbudget schont.

Das Prinzip der Mietkautionsbürgschaft
Bei der Mietkautionsbürgschaft zahlt der Mieter an den Versicherer eine jährliche Prämie und sein Vermieter erhält im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, welche ihn bis zur vereinbarten Kautionssumme absichert. Somit entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters.

Basierend auf dieser Bürgschaftsurkunde begleicht die Versicherungsgesellschaft Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis gegen den Mieter in der maximalen Höhe der vereinbarten Kaution. Sollte also der Mieter bei Auszug Forderungen gegenüber dem Vermieter haben, wie etwa für offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, kann der Vermieter die Freigabe der Mietkaution durch Rücksendung der Mietkautionsurkunde einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe der Mietkaution das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt.

Mit der Mietkautionsbürgschaft entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters, was sicherlich der Hauptvorteil resp. der Grundsatz der Mietkautionsbürgschaft ist.

Welche Nachteile hat der Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft?
Die Mietkautionsbürgschaft hat grundsätzlich keine Nachteile. Im Vergleich zum herkömmlichen Mietzinsdepot verhält sie sich flexibler und schafft im Gegensatz zum Mietzinsdepot neue Liquidität in der Haushaltskasse. Sofern sich Mieter für den Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft entscheiden, sollten man sich über die genauen Konditionen und anfallenden Kosten des Anbieters informieren.

Achtung: Keine Versicherung im klassischen Sinne
Der Begriff Mietkautionsversicherung ist nicht ganz richtig. Ein klassisches Versicherungsprodukt wie z.B. die Privathaftpflichtversicherung kommt zum Zuge, wenn ein Schaden eintrifft. Der Versicherungsnehmer meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen Kosten (abzüglich eines Selbstbehalts) und der Schadenfall ist abgeschlossen. Man spricht in einem solchen Fall vom klassischen Versicherungsschutz.

Häufig gehen Mieter davon aus, dass die sogenannte Mietkautionsversicherung dieselbe Funktion wie andere Versicherungen erfüllt und im Schadenfall die gesamten Kosten übernimmt. Dem ist aber nicht so. Die Mietkautionsversicherung beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, bei dem sich eine Drittpartei, in diesem Fall die Mietkautionsgesellschaft, für jemanden verbürgt und für Forderungen haftet. Leistet die Mietkautionsgesellschaft Forderungen aus dem Mietvertrag an den Vermieter, muss der Mieter den Gesamtbetrag an die Mietkautionsgesellschaft zurückzahlen.

Wie schliesse ich eine Mietkautionsversicherung ab?
  1. Online Anbieter vergleichen und passendes Angebot finden
  2. Auf der Website der Mietkautionsgesellschaft die Mietkaution online eröffnen
  3. Nach der Annahme des Antrages wird die Zahlung des ersten Prämienbeitrages fällig
  4. Nach Zahlungseingang wird die Bürgschaftsurkunde erstellt
  5. Der Vermieter erhält die originale Mietkautionsbescheinigung per Post
  6. Der Mieter erhält eine Kopie der Mietkautionsbescheinigung per E-Mail

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