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Mietkaution: alles, was Mieter:innen wissen sollten

Wenn man eine Wohnung sucht läuft einem sehr oft das Wort Mietkaution über den Weg. Dabei steht meist „drei Monatsmieten“. Doch was ist denn eigentlich eine Mietkaution? Wieso muss ich die zahlen? Was wird damit gemacht? Diese und viele weitere Fragen klären wir nun.

Die Unterzeichnung des Mietvertrags markiert häufig den Beginn einer neuen Phase im Leben eines Mieters. Bevor Sie sich jedoch dazu entscheiden, ein Mietverhältnis einzugehen, begegnen Ihnen als Mieter einige Begriffe, die sich auf Gebühren, Kosten und Einlagen beziehen, mit denen Sie möglicherweise nicht ganz vertraut sind. Wenn Sie Ihren Mietvertrag unterschreiben, können Sie unter anderem damit rechnen, einen bestimmten Geldbetrag im Voraus zahlen zu müssen. Dies ist die Mietkaution.

Was genau aber ist eine Mietkaution? Warum ist sie notwendig? Wofür darf sie verwendet werden? Und wann bekommen Sie sie wieder zurück? Diese Fragen und mehr sollen im Folgenden geklärt werden. Bevor Sie Ihren Mietvertrag unterschreiben, stellen Sie sicher, dass Sie genau wissen, wie hoch Ihre Mietkaution ist, wann sie fällig ist, wie sie aufbewahrt wird und wie Sie sie nach Beendigung des Mietverhältnisses wieder zurückbekommen.

Was ist eine Mietkaution?

Als Mieter zahlen Sie die monatliche Miete für eine Wohnung oder ein Haus gemäss den im Mietvertrag festgelegten Bedingungen. Sicherheitsleistungen oder Einlagen für Not- und Schadensfälle sind jedoch nicht Teil der monatlichen Miete. Mieter in der Schweiz müssen daher im Rahmen des Mietvertrags in der Regel eine Mietkaution hinterlegen. Eine Kaution ist ein festgelegter Geldbetrag, der zu Beginn der Anmietung einer Wohnung, eines Hauses oder einer Gewerbefläche gezahlt wird. Dieser Geldbetrag wird vom Vermieter während der Dauer des gesamten Mietverhältnisses gehalten. Eine Mietkaution ist also eine Sicherheitseinlage, die vom Mieter an den Vermieter gezahlt wird, um sicherzustellen, dass die Miete bezahlt wird und andere Verantwortlichkeiten des Mietvertrags erfüllt werden.

Die Verwendung der Kaution durch den Vermieter beschränkt sich auf die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten des Mieters, die im Mietvertrag festgelegt sind. Unter anderem kann die Kaution nach Ablauf des Mietverhältnisses zur Zahlung der Reparaturkosten für vom Mieter verursachte Schäden verwendet werden. Wenn es einen Schaden am Mietobjekt gibt, verliert der Mieter also einen Teil des Geldes. Normaler Verschleiss, der im Laufe der Zeit an einem Mietobjekt auftritt, sollte jedoch nicht zu einem Verlust der Mietkaution führen. Neben der Begleichung von eventuell anfallenden Reparaturkosten kann die Mietkaution vom Vermieter ausserdem zur Deckung nicht bezahlter Mieten oder Nebenkostenrechnungen verwendet werden.

In der Regel entspricht die Mietkaution einer Monatsmiete. Der zu zahlende Betrag kann jedoch auch höher sein. Die genaue Höhe der Mietkaution ist nicht gesetzlich festgelegt, darf jedoch drei Monatsmieten nicht überschreiten. Normalerweise wird die Mietkaution vor dem Einzug vom Mieter direkt an den Vermieter gezahlt. Die Höhe der Mietkaution wird im Mietvertrag genau vereinbart, sodass sich der Mieter mit Unterschreiben des Mietvertrages zur Zahlung der Kaution verpflichtet.

Für die Aufbewahrung der Mietkaution durch den Vermieter während der Dauer des Mietverhältnisses bestehen strenge gesetzliche Regelungen. Die Kaution wird dem Mieter nach Beendigung des Mietverhältnisses abzüglich etwaiger Kosten für Reparaturen oder sonstiger Kosten, die an den Vermieter weitergegeben werden, zurückerstattet.

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Wie hoch ist die Mietkaution?

Es gibt keine feste Regelung, nach der sich die Höhe der Mietkaution berechnet. Im Allgemeinen spiegelt die vom Vermieter angesetzte Mietkaution die monatliche Miete oder ein Vielfaches dieses Betrages wider. Viele Mieter zahlen als Mietkaution eine volle Monatsmiete. Wenn Sie also monatlich 1.000 CHF Miete zahlen, zahlen Sie möglicherweise auch eine Kaution in Höhe von 1.000 CHF, bevor Sie einziehen. Diese Art der Berechnung kommt nicht bei jedem Mietverhältnis zum Tragen, wird aber häufig angewandt. Andere Vermieter berechnen einem Mieter zwei Monatsmieten oder einen anderen von ihnen gewählten Betrag als Mietkaution.

Überprüfen Sie als Mieter auf jeden Fall, wie hoch die angesetzte Mietkaution ist, bevor Sie der Unterzeichnung des Mietvertrags zustimmen. Höher als drei Monatsmieten darf die Mietkaution nicht sein. Wenn ein Vermieter also einen höheren Betrag ansetzt, sollten Sie als Mieter stutzig werden. Legen Sie in diesem Fall den Mietvertrag am besten einem Anwalt zur Durchsicht vor und veranlassen Sie die Vereinbarung einer Mietkaution, deren Höhe drei Monatsmieten nicht übersteigt. Haben Sie bereits eine Mietkaution bezahlt, die höher als drei Monatsmieten ist, sind Sie dazu berechtigt den überschüssigen Betrag von Ihrem Vermieter zurückzufordern.

Mietkaution nur mit positiver Bonität erhältlich

Mieter sollten sich ausserdem ihrer Kreditwürdigkeit bewusst sein, bevor sie sich für ein Mietobjekt bewerben. Die Kreditwürdigkeit eines Mieters kann sich indirekt auf die Kaution auswirken, die ein Vermieter berechnet. Es ist nämlich üblich, dass Vermieter Hintergrundprüfungen zur Bonität bei potenziellen Mietern durchführen. Sie tun dies, um sicherzustellen, dass ein zukünftiger Mieter in der Vergangenheit keine Probleme durch unbezahlte Mieten, Räumungsklagen oder anderweitig unbezahlte Schulden hatte. Eine schlechte Historie der Bonität eines Mieters kann unter Umständen dazu führen, dass der Vermieter eine höhere Mietkaution ansetzt, um sich selbst abzusichern.

Wann wird die Zahlung der Mietkaution fällig?

In der Regel verlangen Vermieter und Hausverwalter die Zahlung der Mietkaution, bevor der Mieter die Schlüssel zum Mietobjekt erhält. Zur Zahlung der Mietkaution in festgelegter Höhe verpflichtet sich der Mieter bereits mit dem Unterschreiben des Mietvertrags.

Ihr Vermieter oder Ihre Hausverwaltungsgesellschaft wird Ihnen als Mieter höchstwahrscheinlich vor dem Einzug eine Frist setzten, innerhalb der die Mietkaution zu zahlen ist. Die Mietkaution kann in der Regel per Banküberweisung oder in bar bezahlt werden. In einigen Fällen kann die Zahlung der Mietkaution in bar am Tag der Unterzeichnung des Mietvertrags fällig werden.

Stellen Sie als Mieter also vor der Unterzeichnung des Mietvertrags sicher, dass Sie bereit sind, die Kaution an diesem Tag oder innerhalb der vereinbarten Frist an Ihren Vermieter zu zahlen. Stellen Sie ausserdem sicher, dass Sie bei der Zahlung der Mietkaution pünktlich sind, um das Mietverhältnis nicht auf dem falschen Fuss mit einem unnötigen Konflikt zu starten.

Heute gibt es Alternativen zur Zahlung der Mietkaution in bar oder per Banküberweisung. Diese sollen Mietern das Überwinden finanzieller Hürden beim Eingehen eines Mietverhältnisses erleichtern und dem Vermieter gleichzeitig Sicherheit vor Schäden am Mietobjekt und Mietausfällen bieten. Zu diesen Alternativen gehören zum Beispiel die Mietkautionsversicherung oder die Bankbürgschaft. Auf die Mietkautionsversicherung als Alternative zur traditionellen Zahlung der Mietkaution soll später ausführlich eingegangen werden.

Wie bewahrt der Vermieter die Mietkaution auf?

Nachdem die Mietkaution vom Mieter an den Vermieter gezahlt wurde, ist dieser dazu verpflichtet, die Mietkaution auf ein Bankkonto zum üblichen Zinssatz einzuzahlen, das niemand berührt. Dieses Konto muss sich in der Schweiz befinden und auf den Namen des Mieters ausgestellt sein, sodass die Mietkaution getrennt vom restlichen Vermögen des Vermieters aufbewahrt wird. Alternativ kann die Kaution auch als Spareinlage im Namen des Vermieters hinterlegt sein bzw. im Namen des Mieters bei gleichzeitiger Verpfändung an den Vermieter.

Auf dem designierten Bankkonto verbleibt die Mietkaution bis zum Ablauf des Mietverhältnisses. Dann wird sie vom Vermieter an den Mieter zurückerstattet, es sei denn, der Vermieter hat Grund, die Mietkaution einzubehalten oder einen bestimmten Betrag von der Kaution abzuziehen. Eventuelle Zinsen, die im Verlauf des Mietverhältnisses auf das Mietkautionskonto entfallen sind, stehen dem Mieter zu und müssen mit Beendigung des Mietverhältnisses an diesen ausgezahlt werden.

Ein Vermieter sollte genaue Buchhaltungsunterlagen in Bezug auf sein Vermietungsunternehmen führen. Dazu gehören auch Nachweise über die ordnungsgemässe Verwaltung der Kaution der Mieter. Hält sich der Vermieter nicht an die gesetzlichen Regelungen, kann ihm unter Umständen Untreue vorgeworfen werden.

Welchen Nachweis über die Zahlung der Mietkaution gibt es?
Als Mieter liegt es in Ihrer Verantwortung sicherzustellen, dass Sie einen Nachweis in Ihren Händen halten, aus dem hervorgeht, dass Sie eine Mietkaution hinterlegt haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Ihr Vermieter Ihnen zunächst keinen solchen Nachweis zur Verfügung stellt. Bitten Sie Ihren Vermieter bei Zahlung der Mietkaution also auf jeden Fall um eine schriftliche Aufzeichnung Ihrer Zahlung. Dies kann in Form einer Quittung erfolgen, die Ihr Vermieter oder Hausverwalter unterschreiben sollte. Auf Ihrer Quittung sollte angegeben sein, wie viel Sie bezahlt haben, wofür die Summe bezahlt wurde und an welchem Datum die Zahlung stattfand.

Können Mieter eine Zustandsbestätigung der Räumlichkeiten bei Zahlung der Mietkaution verlangen?
Wenn ein Vermieter die Zahlung einer Mietkaution von einem zukünftigen Mieter fordert, liegt es im Interesse des Mieters, mit dem Vermieter den gegenwärtigen Zustand der Räumlichkeiten zu vereinbaren. Dies dient dazu, eventuellen Konflikten bei Beendigung des Mietverhältnisses, die mit dem Zustand des Mietobjekts in Zusammenhang stehen, vorzubeugen. Dazu sollten die Räumlichkeiten gemeinsam von Mieter und Vermieter begangen werden und bereits bestehende Schäden und Mängel schriftlich festgehalten werden. Diese Zustandserklärung der Räumlichkeiten sollte anschliessend von Mieter und Vermieter unterschrieben werden.

Die Erklärung sollte eine umfassende Liste aller bei Beginn des Mietverhältnisses vorhandenen Schäden am Mietobjekt enthalten. Es kann für Mieter auch ratsam sein, sich eigene Notizen zu machen und vorhandene Schäden und den allgemeinen Zustand der Wohnung zu fotografieren. Dies gilt insbesondere, wenn der Vermieter einer gemeinsamen Begehung des Mietobjekts und einer Zustandsaufnahme nicht zustimmt.

Wann wird die Mietkaution zurückgezahlt?
Der Vermieter muss die Kaution innerhalb einer festgelegten Frist nach Beendigung des Mietverhältnisses an den Mieter zurückzahlen. Dabei hat der Vermieter das Recht, nicht bezahlte Miete oder Nebenkosten von der Mietkaution abzuziehen sowie einen angemessenen Betrag der Mietkaution zur Behebung der eventuell vom Mieter verursachten Schäden einzusetzen.

Hierbei muss der Mieter nicht für regulären Verschleiss im Zusammenhang mit der normalen Nutzung des Mietobjekts bezahlen. Der Mieter ist jedoch dafür verantwortlich, die Wohnung in einem sauberen und hygienischen Zustand zu halten, der frei von übermässigem Schmutz und Beschädigungen ist.

Wenn die Räumlichkeiten des Mietobjekts oder Objekte, die dem Mieter im Zuge des Mietverhältnisses zur Verfügung gestellt wurden, beschädigt sind, kann der Vermieter die gesamte Mietkaution oder einen Teil davon einbehalten, um das Geld für notwendige Reparaturen zu verwenden.

Dabei sollte der Vermieter in der Regel innerhalb einer gewissen Frist nach Beendigung des Mietverhältnisses entsprechende Dokumente für den Mieter bereitstellen, aus denen die Begründung des Einbehalts der Mietkaution hervorgeht. Dazu gehört eine detaillierte Auflistung der dem Mieter entstandenen Schäden, die Art und Umfang der Schäden beschreibt. Ausserdem sollten die Kosten aufgeführt werden, die für die Behebung der genannten Schäden anfallen. In diesem Fall können Sie als Mieter von Ihrem Vermieter auch schriftliche Nachweise wie Schätzungen, Rechnungen, Kostenvoranschläge oder Quittungen anfordern, aus denen die tatsächlichen oder geschätzten Kosten dieser Reparaturen hervorgehen.

Der Vermieter muss den Restbetrag der Mietkaution, falls vorhanden, zurückerstatten, nachdem alle ordnungsgemässen Abzüge vorgenommen wurden. Wenn der Vermieter die Mietkaution oder den Restbetrag nach rechtmässigen Abzügen nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit nach Beendigung des Mietverhältnisses inklusive der aufgelaufenen Zinsen zurückerstattet oder dem Mieter nicht innerhalb dieser Zeit eine detaillierte Schadensliste vorlegt, kann der Mieter den Vermieter verklagen.

Was kann ein Vermieter von der Mietkaution abziehen und was nicht?
Manchmal wird eine Mietkaution auch als Schadenskaution bezeichnet, da sie im Allgemeinen eine Sicherheit in Form eines Geldbetrags darstellt, den der Vermieter unter anderem dazu verwenden kann, Schäden an einem Mietobjekt nach Ende des Mietverhältnisses zu beheben. Ziel dabei ist es, das Objekt wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es sich befand, als der betreffende Mieter eingezogen ist.

Die Mietkaution schützt den Vermieter, falls nach Ablauf eines Mietvertrags durch den Mieter verschuldete Schäden oder eine übermässige Verschmutzung der Wohnung vorliegen. Der Vermieter darf jedoch keine Abzüge von der Mietkaution für Reparaturen von solchen Schäden geltend machen, die durch eine normale Abnutzung des Mietobjekts entstanden sind.

Was also kann und kann nicht von einer Mietkaution abgezogen werden? Um diesen Punkt zu verdeutlichen, sind hier einige Beispiele für Schäden aufgeführt, für deren Reparatur ein Vermieter Abzüge von der Mietkaution geltend machen kann. Das bedeutet, dass der verursachte Schaden über den normalen Verschleiss hinausgeht.

  • übermässige Löcher in den Wänden durch das Aufhängen von Bildern
  • defekte Fliesen oder Armaturen in Badezimmern
  • eine wegen Missbrauchs verstopfte oder defekte Toilette
  • beschädigte Mauern
  • Entfernung von durch den Mieter aufgebrachter Farbe
  • Risse, Löcher oder Brandflecken in Teppichen oder Vorhängen
  • Entfernung von Flecken im Teppich durch Haustiere oder undichte Aquarien
  • zerbrochene oder beschädigte Fenster oder Glastüren
  • beschädigte Türen und Schlösser
  • Ersatz von Geräten, die aufgrund von Fahrlässigkeit defekt sind
  • übermässiger Schmutz über oder auf dem Herd
  • verstopfte Abflüsse durch Missbrauch oder Nachlässigkeit
  • defekte oder fehlende Jalousien
  • Schädlingsbekämpfung
  • übermässiger Schimmel an Wänden sowie Schimmel in Badezimmer oder Küche
  • übermässig schmutzige Badewanne, Dusche, Waschbecken, Spiegel oder Toilette

Die folgende Liste führt beispielhaft Mängel an, die im Allgemeinen als normaler Verschleiss angesehen werden und für die keine Abzüge von einer Mietkaution getätigt werden können.

  • verblasste Farbe oder Tapete durch Einwirkung von Sonnenlicht
  • defekte Rohrleitungen bei normalem Gebrauch
  • schmutzige Jalousien und Vorhänge
  • Teppichverschleiss durch normalen Gebrauch
  • Möbelspuren im Teppich
  • verzogene Türen aufgrund des Alters
  • Verzogene Fenster durch Arbeiten des Glases
  • Dellen in Wänden von Türgriffen
  • defekte Geräte, wenn nicht durch Missbrauch
  • Staub und leicht entfernbare Verschmutzungen
  • verblasste Vorhänge
  • kaputte Glühbirnen
  • Ersatzbatterien für Rauchmelder
  • Bild- oder Nadellöcher in Wänden, solange nicht übermässig

Kann ein Mieter seine Mietkaution verlieren, wenn ein Untermieter die Wohnung beschädigt?

Bevor Sie Untermieter ins Spiel bringen, stellen Sie zunächst sicher, dass eine Untervermietung im Rahmen Ihres Mietvertrages zulässig ist. Wenn dies nicht der Fall ist und ein illegaler Untermieter Ihre Wohnung beschädigt, besteht Ihre grösste Sorge in der Regel darin, dass Sie selbst vor Gericht stehen könnten, anstatt dass Sie womöglich Ihre Mietkaution verlieren.

Selbst wenn Sie grünes Licht für die Untervermietung von Ihrem Vermieter haben, haftet derjenige, der im Mietvertrag als Mieter aufgeführt ist, für Schäden an der Wohnung.

Was kann ein Mieter tun, um sicherzustellen, dass die gesamte Mietkaution zurückerstattet wird?
Als Mieter haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrem Vermieter vor Beendigung des Mietverhältnisses und vor Ihrem Auszug aus dem Mietobjekt eine Auszugskontrolle durchzuführen. Diese kann Ihnen dabei helfen, Ihre Chancen auf Rückerstattung der gesamten Mietkaution zu maximieren. Ein Mieter, der an einen Auszug denkt, kann seinen Vermieter darum bitten, dass dieser oder ein Vertreter des Vermieters gemeinsam mit dem Mieter durch die Mieteinheit geht. Dabei wird eine Liste der Mängel erstellt, die zu Abzügen von der Mietkaution führen würden, würde der Mieter zu diesem Zeitpunkt sofort ausziehen.

Eine solche Liste gibt dem Mieter die Gelegenheit, die notwendigen Reparaturen selbst durchzuführen, sofern ihm dies Möglich ist. So können Schäden unter Umständen günstiger behoben werden, als wenn der Vermieter einen Fachmann zur Reparatur der Schäden auswählt und diesen mit den Arbeiten beauftragt. Werden Schäden vom Mieter ordnungsgemäss behoben, können hierfür durch den Vermieter keine Abzüge von der Mietkaution mehr geltend gemacht werden.

Welche Möglichkeiten hat ein Mieter, wenn sich der Vermieter weigert, die Mietkaution zurückzuerstatten?
Wenn Sie als Mieter das Gefühl haben, um Ihre Mietkaution betrogen worden zu sein und glaubhafte Gründe dafür haben, dass Sie Ihre Mietkaution zurückerhalten sollten, sollten Sie Ihren Vermieter schriftlich zur Rückzahlung der Mietkaution auffordern. In diesem Schreiben sollten Sie Ihrem Vermieter eine Frist für die Rückzahlung der Mietkaution setzen. Ausserdem sollten Sie sachlich und aussagekräftig darlegen, warum Ihnen die Mietkaution zurückerstattet werden sollte.

Die meisten Mieter und Vermieter können auf diese Weise Kompromisse eingehen, die für beide Seiten fair und annehmbar sind. Wenn ein Vermieter jedoch nicht mit sich verhandeln lässt, uneinsichtig bleibt, nicht reagiert und Sie das Gefühl haben, im Recht zu sein, kann es sich lohnen einen Anwalt zurate zu ziehen. Dieser kann dann die Rückzahlung der Mietkaution vor Gericht einfordern. Das kann sich vor allem dann lohnen, wenn hohe Beträge auf dem Spiel stehen. Dieser Prozess ist jedoch zeitaufwendig, kann Ihnen grosse Kopfschmerzen verursachen und führt nicht immer zum Erfolg.

Bevor Sie sich dazu entscheiden, einen Anspruch gerichtlich geltend zu machen, stellen Sie sicher, dass Sie alle anderen Alternativen ausgeschöpft haben. Eine aussergerichtliche Einigung und das Finden eines Kompromisses sind in den meisten Fällen für beide Parteien die beste Lösung. Lohnend kann hierbei auch eine Beratung durch den Mieterinnen- und Mieterverband der Schweiz sein.

Was ist eine Mietkautionsversicherung und welche Vorteile bietet sie?
Mit immer knapper werdenden Mieterbudgets weicht die traditionelle Mietkaution heute Schritt für Schritt alternativen Methoden der Absicherung. Die Mietkautionsversicherung ist eine neue Art von Sicherheitsleistung, die Vermieter vor Schäden an Mietobjekten schützen soll, indem sie Mieter dazu ermutigt, eine gute Haushaltsführung zu praktizieren.

Die traditionelle Mietkaution, die bei Vertragsunterzeichnung vollständig fällig wird, ist häufig ein Knackpunkt, der zu Konflikten zwischen Mieter und Vermieter führen kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn nach Beendigung des Mietverhältnisses Schäden bemerkt werden und Abzüge von der Mietkaution gemacht werden müssen. Die in monatlichen Raten gezahlte Mietkautionsversicherung ist eine Alternative zur Vorauszahlung einer Mietkaution, die Mieter in einigen Fällen vor finanzielle Hürden stellen kann.

Mietkautionsversicherungen bringen jedoch nicht nur Vorteile für Mieter und Vermieter. Das Konzept der Mietkautionsversicherung kann sich positiv auf die Volkswirtschaft auswirken, indem Milliarden von Franken zurück in die Wirtschaft fliessen können, die ansonsten jahrelang auf Mietkautionskonten gebunden sind.

Wie funktioniert eine Mietkautionsversicherung für den Mieter?
Eine Mietkautionsversicherung bietet sowohl zuverlässigen Schutz für den Vermieter als auch eine kostengünstige Option für den Mieter. Abhängig von der Art der Versicherungspolice zahlen Mieter eine kleine monatliche und nicht erstattungsfähige Prämie an den Versicherungsträger. Dieser kann im Schadensfall durch die Versicherungspolice abgedeckte Schäden am Mietobjekt sowie Miet- und Gebührenverluste bis zur Versicherungsgrenze ausgleichen.

Eine Mietkautionsversicherung bietet Mietern eine Deckung in Höhe des herkömmlichen Sicherheitsbetrags, jedoch zu einem Bruchteil der bei Abschluss des Mietverhältnisses fälligen Kosten. Angenommen, ein Vermieter setzt eine Mietkaution in Höhe von 1.000 CHF zu Beginn eines Mietverhältnisses an. Anstatt die volle Kaution zu hinterlegen, haben Mieter die Möglichkeit eine Mietkautionsversicherung zu einer monatlichen Rate von beispielsweise 10 CHF abzuschliessen. Nach einem einjährigen Mietverhältnis ist der gezahlte Versicherungsbeitrag von 120 CHF zwar nicht erstattungsfähig, der Mieter hat jedoch 880 CHF an Einzugskosten gespart.

Mietkaution Anbieter im Online-Vergleich
Die Wahl des richtigen Anbieters einer Mietkautionsversicherung ist schwer bei der grossen Auswahl, die es mittlerweile gibt. Man findet im Internet unzählige, verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Konditionen.

Um dieses Problem zu lösen und Hilfe bei der Auswahl zu bekommen, gibt es unser Vergleichsportal. Dort gibt man einfach die Höhe der Mietkaution und die Laufzeit ein und erhält eine Übersicht der besten Anbieter.

Es wird einem ein transparenter Online-Gebührenvergleich geboten und man kann sogar ganz einfach und bequem Offerten bestellen. Des Weiteren bekommt man eine grossartige Übersicht über die unterschiedlichen Leistungen und Bedingungen der Anbieter.

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Wie schliesse ich eine Mietkaution ab?

  1. Vergleichen Sie die Anbieter auf mietkautionschweiz.ch und wählen Sie das für Sie passende Angebot
  2. Besuchen Sie die Website des jeweiligen Anbieters und suchen Sie nach dem entsprechenden Online-Formular
  3. Starten Sie die Registrierung Ihrer Mietkaution. Meistens erfolgt dies vollkommen online, einige Anbieter verlangen jedoch auch Dokumente, welche nachträglich eingesendet werden müssen
  4. Ist der Mietkautionsantrag angenommen, wird die Zahlung der ersten Jahresprämie fällig
  5. Nach erfolgtem Zahlungseingang wird das Mietkautionszertifikat ausgestellt und an den Vermieter gesendet. Fertig!
Kann ich meine bereits blockierte Mietkaution freischalten?
  • Ja, Sie können das Mietzinskautiondepot durch eine Kautionsversicherung ersetzen und wieder frei über Ihr Geld verfügen. Ist der Hausverwalter mit der Umwandlung resp. Auflösung des Bankdepots einverstanden, kann der jetzige Bankbeleg beim Hausverwalter durch eine offizielle Kautionsurkunde ersetzt werden. Die Kautionsurkunde bietet dem Hauseigentümer dieselbe Sicherheit wie das bereits bestehende traditionelle Bankdepot.
  • Es empfiehlt sich mit dem Hausverwalter abzuklären, ob dieser mit einer Freischaltung des Banksperrkontos einverstanden ist. Es muss auch beachtet werden, dass eine Mietkautionsversicherung nicht abgeschlossen werden kann, wenn bereits Forderungen, wie beispielsweise rückständige Mietzinszahlungen bestehen, da die Kautionsgesellschaften erst für Forderungen ab Beginn der Police aufkommen.
  • Sobald Ihre Kautionsanfrage angenommen wurde und Ihre Hausverwaltung die Bürgschaftsurkunde erhalten hat, können Sie diese um die Auslösung des Sperrkontos bitten und sich Ihr Kautionsgeld auf Ihre Konto überweisen lassen. Hierzu wird ein Formular vorbereitet, welches Ihre Unterschrift benötigt und anschliessend an die Bank mit dem Auflösungsauftrag gesendet wird. Die gesamte Prozedur kann bis zu 10 Arbeitstage dauern.
Kann mein Vermieter die bargeldlose Mietkaution ablehnen?

Da es keine gesetzliche Regelung gibt, die der Mieterschaft die Wahl des Instituts für die Sicherstellung der Kaution einräumt, entscheidet in der Praxis der Vermieter ebenfalls auf welche Art und Weise die Mietkaution zu leisten ist. Je nach Variante auch bei welchem Anbieter abgeschlossen werden darf.

Das Mietrecht kennt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten der Sicherheitsleistung. Die Bank- oder Versicherungsbürgschaft ist eine dieser Möglichkeiten. In den meisten Fällen nutzen informierte Vermieter und insbesondere Liegenschaftsverwaltungen die Mietkautionsbürgschaft um ihrer Mieterschaft eine Alternative anzubieten. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass Eigentümer die Kautionsversicherung als Alternative zum Mietzinsdepot ablehnen. In diesen Fällen muss die Mieterschaft eine für den Eigentümer geeignete Sicherheitsleistung erbringen.

Kann ich die Mietkautions-Firma selber wählen?

Es ist verständlich, dass jeder von uns die günstigste und beste Versicherung finden möchte. Dies ist gang und gäbe in der Schweiz und ist für jedermann erlaubt, zumindest bei allen herkömmlichen Versicherungen, welche wir im Laufe der Jahre erwerben. Nicht so bei der Kautionsversicherung: Hier kann es bei der Wahl des Anbieters zu Einschränkungen kommen, weil die Vermieterschaft noch im Spiel ist, welcher sehr häufig vorgibt, bei welcher Mietkautionsversicherung die eigene Mieterschaft die Mietkaution abschliessen darf. Dies, da z.B. die meisten Liegenschaftsverwaltung auch ihre Mietzinsdepots stets bei derselben Bank eröffnen und Wert auf eine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Instituten legen.

Dies bedeutet, dass Sie in speziellen Fällen auf eine günstigere Variante verzichten müssen, da der Eigentümer der Liegenschaft eine bestimmte Mietkautionsversicherung bevorzugt. Deshalb lohnt es sich vorgängig abzuklären, welche Gesellschaften akzeptiert werden und welche aussen vor gelassen werden müssen.

Werden Unterlagen für die Bearbeitung benötigt?

Die aktuellen Angebote im Bereich der Mietkautionsversicherung unterscheiden sich insbesondere in dieser Hinsicht, da die einzelnen Anbieter auch unterschiedliche Antragsprozesse verfolgen. Deshalb verlangt der Grossteil der Anbieter, wie z.B. die FirstCaution, SwissCaution oder AprilCaution, verschiedene Dokumente für die Eröffnung der Mietkaution:

  • Von allen MieterInnen unterzeichneten Versicherungsantrag
  • Ausweiskopien aller MieterInnen
  • Kopie des Mietvertrages
  • Kopie des Betreibungsregisterauszuges

Wer sich für die Anbieter goCaution entscheidet, braucht keine Dokumente einzureichen. Hier wird die Antragsprüfung direkt online anhand Ihrer Angaben vorgenommen und Sie erhalten innert weniger Minuten per E-Mail eine Status-Benachrichtigung.

Welche Mietkautionsanbieter stehen im Vergleich?

Auf unserem Portal können Sie die grössten traditionellen Kautionsfirmen vergleichen, welche ausschliesslich auf die Erbringung von Kautionsbürgschaften spezialisiert sind. Es handelt sich um die Anbieter goCaution, FirstCaution, SwissCaution und SmartCaution, welche FINMA-genehmigte Produkte in der Schweiz anbieten.

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass die eigentliche Leistung der Kautionsversicherung bei allen Anbietern identisch ist, dennoch variieren die Prämien erheblich. Insbesondere unterscheiden sich die Anbieter in der Frage, ob und in welcher Höhe die Kautionsgesellschaften weitere Gebühren für die Administration, bei Rückvergütungen oder bei Kündigung der Mietkaution erheben. In unserem Rechner sind alle Einzelheiten transparent aufgelistet und können sich ein klares Bild über die definitiven Kosten verschaffen.

Mit wenigen Klicks können Sie mittels dem Kautionsbetrag und des Mietbeginns Ihre Prämie berechnen und den Anbieter wählen, welcher die besten Konditionen bietet.

Wie kündige ich die Mietkaution?

Im Vergleich zu anderen, klassischen Versicherungsprodukten erübrigt sich bei der Kautionsversicherung das Einsenden eines Kündigungsschreibens an die Kautionsgesellschaft. Die Kautionsversicherung wird ausschliesslich vom Vermieter aufgelöst, indem er diese an die jeweilige Kautionsversicherung zurücksendet. Wenn Sie z.B. aus der Wohnung ausziehen und keine Forderungen seitens der Vermieterschaft bestehen, verschickt dieser nach der offiziellen Wohnungsübergabe das Kautionszertifikat an die Kautionsversicherung zurück und löst damit die Police auf. Dies bedeutet, dass für die Kündigung der Kautionspolice kein Eingreifen der Mieterschaft erforderlich ist.

Mit diesem Schritt ist die Kautionsversicherung aufgelöst und nach Erhalt der Bürgschaftsurkunde wird die Auflösung durch die jeweilige Gesellschaft vorgenommen. Sie erhalten dann - dies ist aber nicht bei allen Anbieter so - die nicht verbrauchte Prämie anteilsmässig zurückerstattet. Bei manchen Anbietern wird die unverbrauchte Prämie bei einer Kündigung innerhalb der ersten 12 Vertragsmonaten nicht zurückerstattet. Die Auflösung der Mietkautionsbürgschaft kann in folgenden Fällen vorgenommen werden:

  1. Sie ziehen um und wollen für das neue Mietobjekt keine Kautionsversicherung einsetzen oder
  2. Sie hinterlegen die geforderte Kaution auf ein Mietzinsdepot bei einer Bank und können so die Kautionsversicherung auflösen und wieder ersetzen.

In jedem Fall können Sie also praktisch von heute auf morgen die Kautionsversicherung auflösen.

Ist die Mietkaution eine Art Kredit?

Oftmals fragen sich MieterInnen und Mieter, ob die an die Kautionsversicherung einbezahlten Jahresprämien an die "eigentliche" Kautionssumme angerechnet werden. Denn bei einer Jahresprämie von 200.- (entspricht etwa einer Kautionssumme von CHF 4'000.-) und einer Laufzeit von 10 Jahren, hat die Mieterschaft bereits rund CHF 2'000.- an die Kautionsversicherung bezahlt.

Deshalb könnte man meinen, dass die Prämienrechnungen sich dann einstellen. Dem ist aber nicht so! Denn die einbezahlten Versicherungsprämien sind - wie bei anderen Versicherungsprodukten auch - unwiderruflich weg. Dies bedeutet, dass die eigentliche Leistung der Kautionspolice darin besteht, dass MieterInnen kein Geld für die Kaution aufbringen mussten. Deshalb ist die Produktbezeichnung "Mietkautionsversicherung" nur sinngemäss zu verstehen, denn es handelt sich hier um eine Bürgschaftsleistung, wobei sich eine Drittpartei gegenüber dem Vertragspartner verbürgt und im Fall von Schadenansprüchen als "Vorfinanzierer" aufkommt.

Was ist das Prinzip der bargeldlosen Mietkaution?

MieterInnen entrichtet anstelle der Zahlung der Kaution einen geringen Jahresbeitrag an eine Mietkautionsversicherung und erhält im Gegenzug eine Garantieurkunde, welche die der Vermieterschaft die Kaution in der vereinbarten Höhe (max. drei Monatsmieten) garantiert. Mit dem Prinzip der Bürgschaft verbürgt sich die Kautionsversicherung für die Mieterschaft und kommt bei allfälligen Forderungen nach dem Auszug auf. Dies erspart MieterInnen das Aufbringen des Kautionsgeldes aus Eigenmitteln.

Sollte beim Auszug Schäden am Mietobjekt festgestellt werden oder das Mieterkonto offene Mietzinse aufweist, die über die Mietkaution zu verrechnen sind, so leistet die Mietkautionsversicherung den geforderten Betrag an die Vermieterschaft. Anschliessend schuldet der Versicherungsnehmer der Mietkautionsversicherung - im Rahmen des Regress-Verfahrens - den geleisteten Betrag. Dies bedeutet, dass die Kautionsversicherung keine Versicherung im klassischen Sinne ist und der eigentliche Nutzen des Produkts darin besteht, dass der Mieter für das Mietobjekt selber keine Mietkaution aufbringen muss.

Was sind die Vor- und Nachteile der Mietkaution?

Zusätzliche Liquidität beim Umzug, günstige Prämie und jederzeit flexibel kündbar – das sind die Vorteile einer Mietkautionsversicherung MieterInnen und Mieter in der Schweiz. MieterInnen die eine Mietkautionsversicherung abschliessen, können frei über ihr Geld verfügen und das ersparte Geld kann für andere Ausgaben verwendet oder zur Kostendeckung des Umzuges wie für neue Möbel, Transport- oder Reinigungskosten genutzt werden.

Wer beim Umzug knapp bei Kasse ist, hat mit der Mietkautionsversicherung ein innovatives Finanzprodukt, welches günstiger als ein herkömmlicher Kredit ist. Anstelle der Barkaution wird ein günstiger Jahresbeitrag (in der Regel 5% des Kautionsbetrages) fällig. Immobilienfirmen schätzen die unkomplizierte Verwaltung der Bürgschaftsurkunden. Geringe Kosten und eine einfache Handhabung machen sie zu einer interessanten Alternative zum traditionellen Mietzinsdepot.

VORTEILE DER BARGELDLOSEN MIETKAUTION:

  • Erspartes Geld der Barkaution verbleibt zur freien Verfügung
  • Mehr finanzieller Spielraum beim Umzug
  • Schonung der Ersparnisse
  • Keine Doppelbelastung (alte Kaution noch nicht ausgezahlt, neue schon fällig)
  • Vermeidung teurer und inflexibler Kredite
  • Als Zwischenfinanzierung nutzbar (Kautionsversicherung kann später in Barkaution umgewandelt werden)

NACHTEILE DER BARGELDLOSEN MIETKAUTION:

  • Nicht alle MieterInnen erhalten eine Bürgschaft
  • MieterInnen müssen nach Inanspruchnahme das Geld zurückerstatten.
  • Überschaubare aber regelmässige Kosten (siehe Anbieter im Vergleich), die sich bei längerer Laufzeit summieren
Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkautionsbürgschaft

Vertragsbeginn der Mietkautionsbürgschaft ist das Ausstellungsdatum auf der Bürgschaftsurkunde und entspricht in der Regel dem Mietbeginn. Ab diesem Datum greift die Mietkautionsleistung. Bezüglich Kündigungsfristen gibt es von Seiten der Mietkautionsfirmen generell keine festen Vorgaben. Auch gibt es keine Mindestlaufzeit. So kann der Vertrag sowohl zu Beginn als auch während eines Mietverhältnisses abgeschlossen werden (z.B. wenn sich die Mieterschaft im Nachhinein für den Abschluss einer Mietkaution entscheiden, um das gesperrte Kautionsgeld freizuschalten).

Erfolgt die Kündigung während eines laufenden Mietverhältnisses, benötigt die Liegenschaftsverwaltung eine Ersatzsicherheit, wie z.B. Mietzinsdepot bei einer Bank. Bei einer Kündigung werden die Kosten meistens taggenau abgerechnet; zu viel gezahlte Beiträge werden der Mieterschaft zurückerstattet. Achtung: Einige Anbieter berechnen dem Kunden bei Auflösung der Mietkaution zusätzliche Gebühren oder machen Kosten für Rückvergütungen geltend. Andere Anbieter erstatten die Prämie erst ab dem zweiten Jahr zurück.

Was geschieht wenn ein Schadensfall eintritt?

Sollten bei Auszug der Mietersschaft offene Forderungen aus dem Mietvertragsverhältnis bestehen, wie etwa offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, so kann der Eigentümer den Gesamtbetrag von der Mietkautionsversicherung einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt. Mit rechtsgültigen Unterschriften auf der Rückseite des Mietkautionszertifikats gibt man der Mietkautionsversicherung den Auftrag, den geforderten Betrag an den Eigentümer oder die Liegenschaftsverwaltung auszuzahlen. Nachdem die Kautionsversicherung die Leistungen an den Eigentümer erbracht hat, fordert diese den geleisteten Betrag vom Mieter zurück. Dies, weil es sich hierbei nicht um einen traditionellen Versicherungsschutz, sondern um eine Bürgschaft handelt und somit ein Rückgriff auf den Bürgschaftsnehmer üblich ist. Anmerkung: Die Mietkaution ist also keine Versicherung im klassischen Sinne! Deshalb lohnt es sich, sich zusätzlich mit der Privathaftpflichtversicherung abzusichern.

Die Mietkaution ist eine Bürgschaft und keine klassische Versicherung!

Der Begriff Mietkautionsversicherung ist mit Vorsicht zu geniessen. Häufig gehen MieterInnen davon aus, dass die Mietkautionsversicherung eine Versicherung im klassischen Sinne ist und offene Mietzinsen und Schäden am Mietobjekt übernimmt - ähnlich wie eine Privathaftpflichtversicherung. Dem ist aber nicht so. Die Mietkaution beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, wohingegen das Grundprinzip der Versicherung die Risikoübernahme im Schadenfall ist.

Eine klassische Versicherung wie die Privathaftpflicht kommt zum Einsatz, wenn das versicherte Ereignis, der Haftpflichtschaden, eintrifft. Der Versicherungskunde meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen finanziellen Kosten (Vermögensminderung des Versicherten) und der Schadenfall ist abgeschlossen.

Bei der Kautionsbürgschaft erfolgt deren Auflösung nur unter bestimmten Umständen. Während bei einer Privathaftpflichtversicherung nur der Kunde eine Versicherungspolice erhält, ist bei der Mietkaution noch eine dritte Partei an der Bürgschaft beteiligt: Der Eigentümer der Liegenschaft. Nach Abschluss der Mietkaution erhält dieser nämlich ein Schriftstück, die Bürgschaftsurkunde, als Vertragsbestätigung und Sicherheitsleistung zugesandt.

Die bargeldlose Mietkaution funktioniert wie ein herkömmliche Bankdepot und hilft zur Schaffung finanzieller Sicherheit im Schadenfall. Der Unterschied liegt darin, dass für die MieterInnen die Einzahlung auf ein Sperrkonto entfällt und er frei über seine finanziellen Mittel verfügen kann. Macht der Eigentümer bei Beendigung des Mietvertrages Ansprüche geltend, z.B. wegen offene Mietzinsen oder Schäden am Mietobjekt, wird die Mietkaution nach Rücksendung der Bürgschaftsurkunde an die Kautionsgesellschaft ausbezahlt. Nach Auszahlung der Forderung geschieht jedoch ein bedeutender Schritt: Die Kautionsgesellschaft übt auf den Kunden den Regress (=Rückgriff) aus und fordert den Kautionsbetrag zurück. Die Kautionsbürgschaft ersetzt somit die Einzahlung auf ein Banksperrkonto und schafft finanzielle Räume und übernimmt im Schadenfall Forderungen des Vermieters und fordert diese im Anschluss vom Kunden zurück.

Es empfiehlt sich daher nebst einer Mietkaution immer auch eine Privathaftpflichtversicherung abzuschliessen, welche auch die Mieterschäden übernimmt. Somit wird gewährleistet, dass im Schadenfall MieterInnen finanziell abgesichert ist und eine Versicherung das Ausfallrisiko übernimmt.

Wann muss der Vermieter die Mietkaution freigegeben?

Eine Kaution ist eine Sicherheitsleistung, mit der ganz unterschiedliche Rechtsinstitute gemeint sein können, insbesondere die Mietsicherheit, die Bestellung eines Pfandrechts oder das Stellen eines Bürgen, wenn dem Gläubiger die Durchsetzung künftiger Regress- oder sonstiger Ansprüche ungewiss erscheint.

Das Mietrecht schreibt vor, dass die Freigabe zu erfolgen hat, sobald die Mietkaution ihre Funktion erfüllt hat. Dies ist der Fall, wenn die Mieterschaft sämtliche Mietzinse und Nebenkosten bezahlt hat und auch keine Mieterschäden vorhanden sind. In solchen Fällen sollte die Kaution problemlos innert wenigen Tagen freigegeben werden.

Weigert sich der Vermieter, die Kaution freiwillig aufzulösen, kann der Mieter an die Schlichtungsbehörde gelangen oder er lässt die Mietkaution ein zusätzliches Jahr auf dem Konto liegen. Denn: Hat der Vermieter auch ein Jahr nach Mietende seine Ansprüche auf die Kaution nicht über den Rechtsweg geltend gemacht, darf der Mieter das Konto ohne die Zustimmung des Vermieters auflösen lassen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf die Mietkautionsversicherung übertragen. Stellt der Vermieter seine Ansprüche auch nach einem Jahr nicht über den Rechtsweg, kann der Mieter die Auflösung der Bürgschaftsurkunde vornehmen.

Mietkaution deponieren oder versichern lassen

Vermieter möchten sich bei der Übergabe eines Mietobjektes in Sicherheit wiegen und verlangen deshalb eine Sicherheitsleistung in Form einer Mietkaution. Die Höhe der Kaution liegt in der Schweiz meistens zwischen 1-2 Monatsmieten. Gesetzlich geregelt ist die maximale Mietzinsgarantie von 3 Mietzinsen.

Bisweilen war es üblich, dass der Vermieter für den Mieter ein Depotkonto bei seiner Bank eröffnete und der Mieter anschliessend die vereinbarte Kaution auf dieses Konto einzahlen und sperren musste. Dieses Geld bleibt bis zur Beendigung des Mietvertrages resp. Übergabe des Mietobjektes gesperrt. Oftmals ist es aber so, dass die Mietkaution noch weitere Monate nach Übergabe des Objektes gesperrt bleibt, da der Vermieter noch eine gewisse Zeit für die Erstellung der Abrechnung braucht. Je nach Kündigungstermin ist auch die noch zu erstellende Nebenkostenabrechnung ein Hauptgrund für Verzögerungen, da diese nur periodisch, meistens im April, erstellt werden. Mit Verzögerungen ist insbesondere dann zu rechen, wenn bei der Wohnungsrückgabe Schäden festgestellt worden sind, die die Beauftragung von externen Handwerkern voraussetzen. Der Vermieter benötigt Zeit, denn es müssen Offerten bei Handwerkern eingeholt werden und die Arbeiten der Handwerker können mehrere Wochen oder sogar Monate andauern.

Viele Mieter haben ein finanzielles Problem, denn der neue Vermieter verlangt ebenfalls eine Mietkaution, welche vor dem Vertragsbeginn eingezahlt werden muss. Dazu kommt in der Regel noch der erste Mietzins, welcher auch im Voraus und vor Vertragsbeginn zu bezahlen ist. Die Sperrung der Mietkaution führt bei manchem Mieter zu Zahlungsengpässen.

Das Mietzinsdepot der Bank bringt meist nur geringe bis gar keine Zinsen ein, was sich für den Mieter Nachteilig auswirkt. Insbesondere dann, wenn der Vermieter seine Partnerbank vorzieht, welche schlechtere Konditionen als die eigene Hausbank erwirtschaftet.

Neben der Hinterlegung von Geld auf einem Mietzinsdepot bei einer Bank kennt das Schweizer Mietrecht weitere Formen der Sicherheitshinterlegung, wie zum Beispiel die Bürgschaft. Diese wird jeweils von Banken (Bankgarantie) oder von Versicherungen (Mietkautionsbürgschaft) angeboten und entlasten den Mieter, indem sich die Bank oder Versicherung gegenüber dem Vermieter verbürgt und ihn mit einer Garantieurkunde absichert. Zwischen der Banken- und der Versicherungslösung gibt es bei der Handhabung im Grunde keine nennenswerte Unterschiede. Die Versicherungslösung ist jedoch unkomplizierter im Abschluss und effizienter im Schadenfall, da diese auf diesen Service spezialisiert sind. Die Versicherungslösung ist auch verhältnismässig günstiger und flexibler als die Bankenlösung.

Die Versicherungslösung hat für Mieter wie auch für Vermieter entscheidende Vorteile.

Vorteile für Mieter:
  • Es muss keine Mietkaution einbezahlt und gesperrt werden
  • Es bleibt mehr Geld für den Umzug zur Verfügung
  • Günstige Prämien und einfach zu kündigen
Vorteile für Vermieter:
  • 100%-ige Absicherung der Mietkaution
  • Kein Verwaltungsaufwand, da kein Bankkonto geführt werden muss
  • Schnellere Vergabe von Mietobjekten

Bei den Mietkautionsversicherungen kann der Abschluss online vorgenommen werden. Diese stellen dann dem Vermieter die Bürgschaftsurkunde zu und garantieren die geforderte Kautionssumme. Auf www.mietkautionschweiz.ch können sich Mieter in der Schweiz über die Mietkautionsversicherung informieren und die wichtigsten Schweizer Anbieter online vergleichen.

Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkaution

Eine Wohnung mieten heisst auch Erspartes blockieren. Denn wer mietet muss eine Mietkaution in Form eines Bankdepots leisten, die in der Regel 2-3 Monatsmieten beträgt. Wer das Mietzinsdepot nicht aufbringen kann oder aber einfach sein Geld nicht blockieren möchte, hat mit der Mietkautionsbürgschaft eine Alternative zum herkömmlichen Mietzinsdepot, welche eine anderweitige Nutzung des Geldes erlaubt und somit das Umzugsbudget schont.

Das Prinzip der Mietkautionsbürgschaft
Bei der Mietkautionsbürgschaft zahlt der Mieter an den Versicherer eine jährliche Prämie und sein Vermieter erhält im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, welche ihn bis zur vereinbarten Kautionssumme absichert. Somit entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters.

Basierend auf dieser Bürgschaftsurkunde begleicht die Versicherungsgesellschaft Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis gegen den Mieter in der maximalen Höhe der vereinbarten Kaution. Sollte also der Mieter bei Auszug Forderungen gegenüber dem Vermieter haben, wie etwa für offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, kann der Vermieter die Freigabe der Mietkaution durch Rücksendung der Mietkautionsurkunde einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe der Mietkaution das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt.

Mit der Mietkautionsbürgschaft entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters, was sicherlich der Hauptvorteil resp. der Grundsatz der Mietkautionsbürgschaft ist.

Welche Nachteile hat der Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft?
Die Mietkautionsbürgschaft hat grundsätzlich keine Nachteile. Im Vergleich zum herkömmlichen Mietzinsdepot verhält sie sich flexibler und schafft im Gegensatz zum Mietzinsdepot neue Liquidität in der Haushaltskasse. Sofern sich Mieter für den Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft entscheiden, sollten man sich über die genauen Konditionen und anfallenden Kosten des Anbieters informieren.

Achtung: Keine Versicherung im klassischen Sinne
Der Begriff Mietkautionsversicherung ist nicht ganz richtig. Ein klassisches Versicherungsprodukt wie z.B. die Privathaftpflichtversicherung kommt zum Zuge, wenn ein Schaden eintrifft. Der Versicherungsnehmer meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen Kosten (abzüglich eines Selbstbehalts) und der Schadenfall ist abgeschlossen. Man spricht in einem solchen Fall vom klassischen Versicherungsschutz.

Häufig gehen Mieter davon aus, dass die sogenannte Mietkautionsversicherung dieselbe Funktion wie andere Versicherungen erfüllt und im Schadenfall die gesamten Kosten übernimmt. Dem ist aber nicht so. Die Mietkautionsversicherung beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, bei dem sich eine Drittpartei, in diesem Fall die Mietkautionsgesellschaft, für jemanden verbürgt und für Forderungen haftet. Leistet die Mietkautionsgesellschaft Forderungen aus dem Mietvertrag an den Vermieter, muss der Mieter den Gesamtbetrag an die Mietkautionsgesellschaft zurückzahlen.

Wie schliesse ich eine Mietkautionsversicherung ab?
  1. Online Anbieter vergleichen und passendes Angebot finden
  2. Auf der Website der Mietkautionsgesellschaft die Mietkaution online eröffnen
  3. Nach der Annahme des Antrages wird die Zahlung des ersten Prämienbeitrages fällig
  4. Nach Zahlungseingang wird die Bürgschaftsurkunde erstellt
  5. Der Vermieter erhält die originale Mietkautionsbescheinigung per Post
  6. Der Mieter erhält eine Kopie der Mietkautionsbescheinigung per E-Mail

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