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Mietkaution: Mietkautionsversicherung schafft AbhilfeMietkaution absichern lassen

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  • Mietkaution für die Wohnung

    Ein Umzug ist allgemein mit hohen Kosten verbunden, welche durch die Mietkaution zusätzlich belastet werden. Mit der Mietkautionsversicherung entfällt die Kautionszahlung auf ein Mietzinsdepotkonto, was für Mieter finanzielle Liquidität für den bevorstehenden Umzug bedeutet.

    • Mehr Geld für andere Dinge zur Verfügung
    • Mietvertrag kann unkomplizierter abgeschlossen werden
    • Einfacher und schneller online Abschluss
    • Möglichkeit ein bestehendes Mietzinsdepot freizuschalten
  • Gewerbliche Mietkaution

    Möchten Sie diese hohen Ausgaben für die Barkaution vermeiden und Ihr Geld lieber in die Aktivitäten Ihres Unternehmens stecken? Dann ist eine gewerbliche Mietkautionsversicherung eine Alternative für Sie, um Ihr Kapital nicht unnötig sperren zu müssen.

    • Keine Hinterlegung einer Barkaution oder Bankbürgschaft
    • Finanzieller Spielraum für Investitionen, da Ihr Geld im Unternehmen bleibt
    • Mehr Umsatz und Ertrag, da Mittel im Betrieb investiert werden
    • Prämienbeitrage sind steuerlich absetzungsfähig
    • Keine Kontoführung in Ihrer Buchhaltung notwendig

Dank der Mietkaution mehr Geld für andere Dinge, wie z.B.:

für die Umzugskosten
   für die Umzugskosten
für die Reinigungskosten
   für die Reinigungskosten
oder neue Möbel
  oder neue Möbel

Wie funktioniert das mit der Mietkaution?

Die Mietkautionsversicherung ersetzt die Barkaution - für neue genauso wie für bestehende Mietverhältnisse. Dabei verbürgt sich Mietkautionsversicherung gegenüber den Vermieter bis zur Höhe der Bürgschaftssumme. Wenn der Mieter seinen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommt, springt diese ein und finanziert die Forderungssumme vor. Der Mieter zahlt diese Summe dann am dem Versicherer zurück.


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FAQ - Häufige Fragen zur Mietkaution

Mit der Un­ter­schrift des Miet­ver­trags sind Sie in der Re­gel ver­pflich­tet, Ih­rem Ver­mie­ter eine Kau­ti­on von bis zu 3 Mo­nats­mie­ten zu hin­ter­le­gen. Auf ei­nem Bank­de­pot ist Ihr Geld wäh­rend der ge­sam­ten Dau­er des Miet­ver­hält­nis­ses blo­ckiert. Dank der Miet­kau­ti­ons­ver­si­che­rung kön­nen Sie wäh­rend die­ser Zeit frei über Ihr Geld ver­fü­gen.

Die Mietkaution wird zu Beginn des Mietverhältnisses vom Mieter beim Vermieter hinterlegt und soll diesen gegenüber Mietschäden absichern. Sie darf maximal drei Nettokaltmieten betragen. Es gibt verschiedene Arten der Mietkaution, z.B. die Barkaution, die Bankbürgschaft oder die Mietkautionsversicherung.

Was der Vermieter mit dieser Kaution alles machen darf – und worauf er selbst achten sollte – erfahren Sie hier. Maximal drei Monatsmieten kann der Vermieter einer Wohnung als Mietkaution von seinem Mieter verlangen.

Kann ich meine bereits blockierte Mietkaution freischalten?
  • Ja, Sie können das Mietzinsdepot durch eine Kautionsversicherung ersetzen und wieder frei über Ihr Geld verfügen. Ist der Hausverwalter mit der Umwandlung resp. Auflösung des Bankdepots einverstanden, kann der jetzige Bankbeleg beim Hausverwalter durch eine offizielle Kautionsurkunde ersetzt werden. Die Kautionsurkunde bietet dem Hauseigentümer dieselbe Sicherheit wie das bereits bestehende traditionelle Bankdepot.
  • Es empfiehlt sich mit dem Hausverwalter abzuklären, ob dieser mit einer Freischaltung des Banksperrkontos einverstanden ist. Es muss auch beachtet werden, dass eine Mietkautionsversicherung nicht abgeschlossen werden kann, wenn bereits Forderungen, wie beispielsweise rückständige Mietzinszahlungen bestehen, da die Kautionsgesellschaften erst für Forderungen ab Beginn der Police aufkommen.
  • Sobald Ihre Kautionsanfrage angenommen wurde und Ihre Hausverwaltung die Bürgschaftsurkunde erhalten hat, können Sie diese um die Auslösung des Sperrkontos bitten und sich Ihr Kautionsgeld auf Ihre Konto überweisen lassen. Hierzu wird ein Formular vorbereitet, welches Ihre Unterschrift benötigt und anschliessend an die Bank mit dem Auflösungsauftrag gesendet wird. Die gesamte Prozedur kann bis zu 10 Arbeitstage dauern.
Kann mein Vermieter die Kautionsversicherung ablehnen?

Da es keine gesetzliche Regelung gibt, die der Mieterschaft die Wahl des Instituts für die Sicherstellung der Kaution einräumt, entscheidet in der Praxis der Vermieter ebenfalls auf welche Art und Weise die Mietkaution zu leisten ist. Je nach Variante auch bei welchem Anbieter abgeschlossen werden darf.

Das Mietrecht kennt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten der Sicherheitsleistung. Die Bank- oder Versicherungsbürgschaft ist eine dieser Möglichkeiten. In den meisten Fällen nutzen informierte Vermieter und insbesondere Liegenschaftsverwaltungen die Mietkautionsbürgschaft um ihrer Mieterschaft eine Alternative anzubieten. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass Eigentümer die Kautionsversicherung als Alternative zum Mietzinsdepot ablehnen. In diesen Fällen muss die Mieterschaft eine für den Eigentümer geeignete Sicherheitsleistung erbringen.

Kann ich die Kautionsversicherung selber wählen?

Es ist verständlich, dass jeder von uns die günstigste und beste Versicherung finden möchte. Dies ist gang und gäbe in der Schweiz und ist für jedermann erlaubt, zumindest bei allen herkömmlichen Versicherungen, welche wir im Laufe der Jahre erwerben. Nicht so bei der Kautionsversicherung: Hier kann es bei der Wahl des Anbieters zu Einschränkungen kommen, weil die Vermieterschaft noch im Spiel ist, welcher sehr häufig vorgibt, bei welcher Mietkautionsversicherung die eigene Mieterschaft die Mietkaution abschliessen darf. Dies, da z.B. die meisten Liegenschaftsverwaltung auch ihre Mietzinsdepots stets bei derselben Bank eröffnen und Wert auf eine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Instituten legen.

Dies bedeutet, dass Sie in speziellen Fällen auf eine günstigere Variante verzichten müssen, da der Eigentümer der Liegenschaft eine bestimmte Mietkautionsversicherung bevorzugt. Deshalb lohnt es sich vorgängig abzuklären, welche Gesellschaften akzeptiert werden und welche aussen vor gelassen werden müssen.

Werden Unterlagen für die Bearbeitung benötigt?

Die aktuellen Angebote im Bereich der Mietkautionsversicherung unterscheiden sich insbesondere in dieser Hinsicht, da die einzelnen Anbieter auch unterschiedliche Antragsprozesse verfolgen. Deshalb verlangt der Grossteil der Anbieter, wie z.B. die FirstCaution, SwissCaution oder AprilCaution, verschiedene Dokumente für die Eröffnung der Mietkaution:

  • Von allen MieterInnen unterzeichneten Versicherungsantrag
  • Ausweiskopien aller MieterInnen
  • Kopie des Mietvertrages
  • Kopie des Betreibungsregisterauszuges

Wer sich für die Anbieter goCaution entscheidet, braucht keine Dokumente einzureichen. Hier wird die Antragsprüfung direkt online anhand Ihrer Angaben vorgenommen und Sie erhalten innert weniger Minuten per E-Mail eine Status-Benachrichtigung.

Welche Anbieter stehen im Vergleich?

Auf unserem Portal können Sie die grössten traditionellen Kautionsfirmen vergleichen, welche ausschliesslich auf die Erbringung von Kautionsbürgschaften spezialisiert sind. Es handelt sich um die Anbieter goCaution, FirstCaution, SwissCaution und SmartCaution, welche FINMA-genehmigte Produkte in der Schweiz anbieten.

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass die eigentliche Leistung der Kautionsversicherung bei allen Anbietern identisch ist, dennoch variieren die Prämien erheblich. Insbesondere unterscheiden sich die Anbieter in der Frage, ob und in welcher Höhe die Kautionsgesellschaften weitere Gebühren für die Administration, bei Rückvergütungen oder bei Kündigung der Police erheben. In unserem Rechner sind alle Einzelheiten transparent aufgelistet und können sich ein klares Bild über die definitiven Kosten verschaffen.

Mit wenigen Klicks können Sie mittels dem Kautionsbetrag und des Mietbeginns Ihre Prämie berechnen und den Anbieter wählen, welcher die besten Konditionen bietet.

Wie kündige ich die Kautionsversicherung?

Im Vergleich zu anderen, klassischen Versicherungsprodukten erübrigt sich bei der Kautionsversicherung das Einsenden eines Kündigungsschreibens an die Kautionsgesellschaft. Die Kautionsversicherung wird ausschliesslich vom Vermieter aufgelöst, indem er diese an die jeweilige Kautionsversicherung zurücksendet. Wenn Sie z.B. aus der Wohnung ausziehen und keine Forderungen seitens der Vermieterschaft bestehen, verschickt dieser nach der offiziellen Wohnungsübergabe das Kautionszertifikat an die Kautionsversicherung zurück und löst damit die Police auf. Dies bedeutet, dass für die Kündigung der Kautionspolice kein Eingreifen der Mieterschaft erforderlich ist.

Mit diesem Schritt ist die Kautionsversicherung aufgelöst und nach Erhalt der Bürgschaftsurkunde wird die Auflösung durch die jeweilige Gesellschaft vorgenommen. Sie erhalten dann - dies ist aber nicht bei allen Anbieter so - die nicht verbrauchte Prämie anteilsmässig zurückerstattet. Bei manchen Anbietern wird die unverbrauchte Prämie bei einer Kündigung innerhalb der ersten 12 Vertragsmonaten nicht zurückerstattet. Die Auflösung der Mietkautionsbürgschaft kann in folgenden Fällen vorgenommen werden:

  1. Sie ziehen um und wollen für das neue Mietobjekt keine Kautionsversicherung einsetzen oder
  2. Sie hinterlegen die geforderte Kaution auf ein Mietzinsdepot bei einer Bank und können so die Kautionsversicherung auflösen und wieder ersetzen.

In jedem Fall können Sie also praktisch von heute auf morgen die Kautionsversicherung auflösen.

Ist die Kautionsversicherung eine Art Kredit?

Oftmals fragen sich MieterInnen und Mieter, ob die an die Kautionsversicherung einbezahlten Jahresprämien an die "eigentliche" Kautionssumme angerechnet werden. Denn bei einer Jahresprämie von 200.- (entspricht etwa einer Kautionssumme von CHF 4'000.-) und einer Laufzeit von 10 Jahren, hat die Mieterschaft bereits rund CHF 2'000.- an die Kautionsversicherung bezahlt.

Deshalb könnte man meinen, dass die Prämienrechnungen sich dann einstellen. Dem ist aber nicht so! Denn die einbezahlten Versicherungsprämien sind - wie bei anderen Versicherungsprodukten auch - unwiderruflich weg. Dies bedeutet, dass die eigentliche Leistung der Kautionspolice darin besteht, dass MieterInnen kein Geld für die Kaution aufbringen mussten. Deshalb ist die Produktbezeichnung "Mietkautionsversicherung" nur sinngemäss zu verstehen, denn es handelt sich hier um eine Bürgschaftsleistung, wobei sich eine Drittpartei gegenüber dem Vertragspartner verbürgt und im Fall von Schadenansprüchen als "Vorfinanzierer" aufkommt.

Was ist das Prinzip der bargeldlosen Mietkaution?

MieterInnen entrichtet anstelle der Zahlung der Kaution einen geringen Jahresbeitrag an eine Mietkautionsversicherung und erhält im Gegenzug eine Garantieurkunde, welche die der Vermieterschaft die Kaution in der vereinbarten Höhe (max. drei Monatsmieten) garantiert. Mit dem Prinzip der Bürgschaft verbürgt sich die Kautionsversicherung für die Mieterschaft und kommt bei allfälligen Forderungen nach dem Auszug auf. Dies erspart MieterInnen das Aufbringen des Kautionsgeldes aus Eigenmitteln.

Sollte beim Auszug Schäden am Mietobjekt festgestellt werden oder das Mieterkonto offene Mietzinse aufweist, die über die Mietkaution zu verrechnen sind, so leistet die Mietkautionsversicherung den geforderten Betrag an die Vermieterschaft. Anschliessend schuldet der Versicherungsnehmer der Mietkautionsversicherung - im Rahmen des Regress-Verfahrens - den geleisteten Betrag. Dies bedeutet, dass die Kautionsversicherung keine Versicherung im klassischen Sinne ist und der eigentliche Nutzen des Produkts darin besteht, dass der Mieter für das Mietobjekt selber keine Mietkaution aufbringen muss.

Was sind die Vor- und Nachteile der Mietkautionsversicherung?

Zusätzliche Liquidität beim Umzug, günstige Prämie und jederzeit flexibel kündbar – das sind die Vorteile einer Mietkautionsversicherung MieterInnen und Mieter in der Schweiz. MieterInnen die eine Mietkautionsversicherung abschliessen, können frei über ihr Geld verfügen und das ersparte Geld kann für andere Ausgaben verwendet oder zur Kostendeckung des Umzuges wie für neue Möbel, Transport- oder Reinigungskosten genutzt werden.

Wer beim Umzug knapp bei Kasse ist, hat mit der Mietkautionsversicherung ein innovatives Finanzprodukt, welches günstiger als ein herkömmlicher Kredit ist. Anstelle der Barkaution wird ein günstiger Jahresbeitrag (in der Regel 5% des Kautionsbetrages) fällig. Immobilienfirmen schätzen die unkomplizierte Verwaltung der Bürgschaftsurkunden. Geringe Kosten und eine einfache Handhabung machen sie zu einer interessanten Alternative zum traditionellen Mietzinsdepot.

VORTEILE DER MIETKAUTIONSVERSICHERUNG:

  • Erspartes Geld der Barkaution verbleibt zur freien Verfügung
  • Mehr finanzieller Spielraum beim Umzug
  • Schonung der Ersparnisse
  • Keine Doppelbelastung (alte Kaution noch nicht ausgezahlt, neue schon fällig)
  • Vermeidung teurer und inflexibler Kredite
  • Als Zwischenfinanzierung nutzbar (Kautionsversicherung kann später in Barkaution umgewandelt werden)

NACHTEILE DER MIETKAUTIONSVERSICHERUNG:

  • Nicht alle MieterInnen erhalten eine Bürgschaft
  • MieterInnen müssen nach Inanspruchnahme das Geld zurückerstatten.
  • Überschaubare aber regelmässige Kosten (siehe Anbieter im Vergleich), die sich bei längerer Laufzeit summieren
Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkautionsbürgschaft

Vertragsbeginn der Mietkautionsbürgschaft ist das Ausstellungsdatum auf der Bürgschaftsurkunde und entspricht in der Regel dem Mietbeginn. Ab diesem Datum greift die Mietkautionsleistung. Bezüglich Kündigungsfristen gibt es von Seiten der Mietkautionsfirmen generell keine festen Vorgaben. Auch gibt es keine Mindestlaufzeit. So kann der Vertrag sowohl zu Beginn als auch während eines Mietverhältnisses abgeschlossen werden (z.B. wenn sich die Mieterschaft im Nachhinein für den Abschluss einer Mietkaution entscheiden, um das gesperrte Kautionsgeld freizuschalten).

Erfolgt die Kündigung während eines laufenden Mietverhältnisses, benötigt die Liegenschaftsverwaltung eine Ersatzsicherheit, wie z.B. Mietzinsdepot bei einer Bank. Bei einer Kündigung werden die Kosten meistens taggenau abgerechnet; zu viel gezahlte Beiträge werden der Mieterschaft zurückerstattet. Achtung: Einige Anbieter berechnen dem Kunden bei Auflösung der Mietkaution zusätzliche Gebühren oder machen Kosten für Rückvergütungen geltend. Andere Anbieter erstatten die Prämie erst ab dem zweiten Jahr zurück.

Was geschieht wenn ein Schadensfall eintritt?

Sollten bei Auszug der Mietersschaft offene Forderungen aus dem Mietvertragsverhältnis bestehen, wie etwa offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, so kann der Eigentümer den Gesamtbetrag von der Mietkautionsversicherung einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt. Mit rechtsgültigen Unterschriften auf der Rückseite des Mietkautionszertifikats gibt man der Mietkautionsversicherung den Auftrag, den geforderten Betrag an den Eigentümer oder die Liegenschaftsverwaltung auszuzahlen. Nachdem die Kautionsversicherung die Leistungen an den Eigentümer erbracht hat, fordert diese den geleisteten Betrag vom Mieter zurück. Dies, weil es sich hierbei nicht um einen traditionellen Versicherungsschutz, sondern um eine Bürgschaft handelt und somit ein Rückgriff auf den Bürgschaftsnehmer üblich ist. Anmerkung: Die Mietkaution ist also keine Versicherung im klassischen Sinne! Deshalb lohnt es sich, sich zusätzlich mit der Privathaftpflichtversicherung abzusichern.

Die Mietkaution ist keine Bürgschaft und keine klassische Versicherung!

Der Begriff Mietkautionsversicherung ist mit Vorsicht zu geniessen. Häufig gehen MieterInnen davon aus, dass die Mietkautionsversicherung eine Versicherung im klassischen Sinne ist und offene Mietzinsen und Schäden am Mietobjekt übernimmt - ähnlich wie eine Privathaftpflichtversicherung. Dem ist aber nicht so. Die Mietkaution beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, wohingegen das Grundprinzip der Versicherung die Risikoübernahme im Schadenfall ist.

Eine klassische Versicherung wie die Privathaftpflicht kommt zum Einsatz, wenn das versicherte Ereignis, der Haftpflichtschaden, eintrifft. Der Versicherungskunde meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen finanziellen Kosten (Vermögensminderung des Versicherten) und der Schadenfall ist abgeschlossen.

Bei der Kautionsbürgschaft erfolgt deren Auflösung nur unter bestimmten Umständen. Während bei einer Privathaftpflichtversicherung nur der Kunde eine Versicherungspolice erhält, ist bei der Mietkaution noch eine dritte Partei an der Bürgschaft beteiligt: Der Eigentümer der Liegenschaft. Nach Abschluss der Mietkaution erhält dieser nämlich ein Schriftstück, die Bürgschaftsurkunde, als Vertragsbestätigung und Sicherheitsleistung zugesandt.

Die bargeldlose Mietkaution funktioniert wie ein herkömmliche Bankdepot und hilft zur Schaffung finanzieller Sicherheit im Schadenfall. Der Unterschied liegt darin, dass für die MieterInnen die Einzahlung auf ein Sperrkonto entfällt und er frei über seine finanziellen Mittel verfügen kann. Macht der Eigentümer bei Beendigung des Mietvertrages Ansprüche geltend, z.B. wegen offene Mietzinsen oder Schäden am Mietobjekt, wird die Mietkaution nach Rücksendung der Bürgschaftsurkunde an die Kautionsgesellschaft ausbezahlt. Nach Auszahlung der Forderung geschieht jedoch ein bedeutender Schritt: Die Kautionsgesellschaft übt auf den Kunden den Regress (=Rückgriff) aus und fordert den Kautionsbetrag zurück. Die Kautionsbürgschaft ersetzt somit die Einzahlung auf ein Banksperrkonto und schafft finanzielle Räume und übernimmt im Schadenfall Forderungen des Vermieters und fordert diese im Anschluss vom Kunden zurück.

Es empfiehlt sich daher nebst einer Mietkaution immer auch eine Privathaftpflichtversicherung abzuschliessen, welche auch die Mieterschäden übernimmt. Somit wird gewährleistet, dass im Schadenfall MieterInnen finanziell abgesichert ist und eine Versicherung das Ausfallrisiko übernimmt.

Wann muss der Vermieter die Mietkaution freigegeben?

Eine Kaution ist eine Sicherheitsleistung, mit der ganz unterschiedliche Rechtsinstitute gemeint sein können, insbesondere die Mietsicherheit, die Bestellung eines Pfandrechts oder das Stellen eines Bürgen, wenn dem Gläubiger die Durchsetzung künftiger Regress- oder sonstiger Ansprüche ungewiss erscheint.

Das Mietrecht schreibt vor, dass die Freigabe zu erfolgen hat, sobald die Mietkaution ihre Funktion erfüllt hat. Dies ist der Fall, wenn die Mieterschaft sämtliche Mietzinse und Nebenkosten bezahlt hat und auch keine Mieterschäden vorhanden sind. In solchen Fällen sollte die Kaution problemlos innert wenigen Tagen freigegeben werden.

Weigert sich der Vermieter, die Kaution freiwillig aufzulösen, kann der Mieter an die Schlichtungsbehörde gelangen oder er lässt die Mietkaution ein zusätzliches Jahr auf dem Konto liegen. Denn: Hat der Vermieter auch ein Jahr nach Mietende seine Ansprüche auf die Kaution nicht über den Rechtsweg geltend gemacht, darf der Mieter das Konto ohne die Zustimmung des Vermieters auflösen lassen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf die Mietkautionsversicherung übertragen. Stellt der Vermieter seine Ansprüche auch nach einem Jahr nicht über den Rechtsweg, kann der Mieter die Auflösung der Bürgschaftsurkunde vornehmen.

Mietkaution deponieren oder versichern lassen

Vermieter möchten sich bei der Übergabe eines Mietobjektes in Sicherheit wiegen und verlangen deshalb eine Sicherheitsleistung in Form einer Mietkaution. Die Höhe der Kaution liegt in der Schweiz meistens zwischen 1-2 Monatsmieten. Gesetzlich geregelt ist die maximale Mietzinsgarantie von 3 Mietzinsen.

Bisweilen war es üblich, dass der Vermieter für den Mieter ein Depotkonto bei seiner Bank eröffnete und der Mieter anschliessend die vereinbarte Kaution auf dieses Konto einzahlen und sperren musste. Dieses Geld bleibt bis zur Beendigung des Mietvertrages resp. Übergabe des Mietobjektes gesperrt. Oftmals ist es aber so, dass die Mietkaution noch weitere Monate nach Übergabe des Objektes gesperrt bleibt, da der Vermieter noch eine gewisse Zeit für die Erstellung der Abrechnung braucht. Je nach Kündigungstermin ist auch die noch zu erstellende Nebenkostenabrechnung ein Hauptgrund für Verzögerungen, da diese nur periodisch, meistens im April, erstellt werden. Mit Verzögerungen ist insbesondere dann zu rechen, wenn bei der Wohnungsrückgabe Schäden festgestellt worden sind, die die Beauftragung von externen Handwerkern voraussetzen. Der Vermieter benötigt Zeit, denn es müssen Offerten bei Handwerkern eingeholt werden und die Arbeiten der Handwerker können mehrere Wochen oder sogar Monate andauern.

Viele Mieter haben ein finanzielles Problem, denn der neue Vermieter verlangt ebenfalls eine Mietkaution, welche vor dem Vertragsbeginn eingezahlt werden muss. Dazu kommt in der Regel noch der erste Mietzins, welcher auch im Voraus und vor Vertragsbeginn zu bezahlen ist. Die Sperrung der Mietkaution führt bei manchem Mieter zu Zahlungsengpässen.

Das Mietzinsdepot der Bank bringt meist nur geringe bis gar keine Zinsen ein, was sich für den Mieter Nachteilig auswirkt. Insbesondere dann, wenn der Vermieter seine Partnerbank vorzieht, welche schlechtere Konditionen als die eigene Hausbank erwirtschaftet.

Neben der Hinterlegung von Geld auf einem Mietzinsdepot bei einer Bank kennt das Schweizer Mietrecht weitere Formen der Sicherheitshinterlegung, wie zum Beispiel die Bürgschaft. Diese wird jeweils von Banken (Bankgarantie) oder von Versicherungen (Mietkautionsbürgschaft) angeboten und entlasten den Mieter, indem sich die Bank oder Versicherung gegenüber dem Vermieter verbürgt und ihn mit einer Garantieurkunde absichert. Zwischen der Banken- und der Versicherungslösung gibt es bei der Handhabung im Grunde keine nennenswerte Unterschiede. Die Versicherungslösung ist jedoch unkomplizierter im Abschluss und effizienter im Schadenfall, da diese auf diesen Service spezialisiert sind. Die Versicherungslösung ist auch verhältnismässig günstiger und flexibler als die Bankenlösung.

Die Versicherungslösung hat für Mieter wie auch für Vermieter entscheidende Vorteile.

Vorteile für Mieter:
  • Es muss keine Mietkaution einbezahlt und gesperrt werden
  • Es bleibt mehr Geld für den Umzug zur Verfügung
  • Günstige Prämien und einfach zu kündigen
Vorteile für Vermieter:
  • 100%-ige Absicherung der Mietkaution
  • Kein Verwaltungsaufwand, da kein Bankkonto geführt werden muss
  • Schnellere Vergabe von Mietobjekten

Bei den Mietkautionsversicherungen kann der Abschluss online vorgenommen werden. Diese stellen dann dem Vermieter die Bürgschaftsurkunde zu und garantieren die geforderte Kautionssumme. Auf www.mietkautionschweiz.ch können sich Mieter in der Schweiz über die Mietkautionsversicherung informieren und die wichtigsten Schweizer Anbieter online vergleichen.

Vertrag, Laufzeit und Kündigung der Mietkautionsbürgschaft

Eine Wohnung mieten heisst auch Erspartes blockieren. Denn wer mietet muss eine Mietkaution in Form eines Bankdepots leisten, die in der Regel 2-3 Monatsmieten beträgt. Wer das Mietzinsdepot nicht aufbringen kann oder aber einfach sein Geld nicht blockieren möchte, hat mit der Mietkautionsbürgschaft eine Alternative zum herkömmlichen Mietzinsdepot, welche eine anderweitige Nutzung des Geldes erlaubt und somit das Umzugsbudget schont.

Das Prinzip der Mietkautionsbürgschaft
Bei der Mietkautionsbürgschaft zahlt der Mieter an den Versicherer eine jährliche Prämie und sein Vermieter erhält im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, welche ihn bis zur vereinbarten Kautionssumme absichert. Somit entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters.

Basierend auf dieser Bürgschaftsurkunde begleicht die Versicherungsgesellschaft Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis gegen den Mieter in der maximalen Höhe der vereinbarten Kaution. Sollte also der Mieter bei Auszug Forderungen gegenüber dem Vermieter haben, wie etwa für offene Mietzinse oder im Zusammenhang mit Schäden am Mietobjekt, kann der Vermieter die Freigabe der Mietkaution durch Rücksendung der Mietkautionsurkunde einfordern. Wie beim Mietzinsdepot wird für die Freigabe der Mietkaution das Einverständnis beider Vertragsparteien benötigt.

Mit der Mietkautionsbürgschaft entfällt die Einzahlung der Mietkaution seitens des Mieters, was sicherlich der Hauptvorteil resp. der Grundsatz der Mietkautionsbürgschaft ist.

Welche Nachteile hat der Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft?
Die Mietkautionsbürgschaft hat grundsätzlich keine Nachteile. Im Vergleich zum herkömmlichen Mietzinsdepot verhält sie sich flexibler und schafft im Gegensatz zum Mietzinsdepot neue Liquidität in der Haushaltskasse. Sofern sich Mieter für den Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft entscheiden, sollten man sich über die genauen Konditionen und anfallenden Kosten des Anbieters informieren.

Achtung: Keine Versicherung im klassischen Sinne
Der Begriff Mietkautionsversicherung ist nicht ganz richtig. Ein klassisches Versicherungsprodukt wie z.B. die Privathaftpflichtversicherung kommt zum Zuge, wenn ein Schaden eintrifft. Der Versicherungsnehmer meldet den Schaden an seine Versicherung, diese kümmert sich um die Schadenbearbeitung, übernimmt die entstandenen Kosten (abzüglich eines Selbstbehalts) und der Schadenfall ist abgeschlossen. Man spricht in einem solchen Fall vom klassischen Versicherungsschutz.

Häufig gehen Mieter davon aus, dass die sogenannte Mietkautionsversicherung dieselbe Funktion wie andere Versicherungen erfüllt und im Schadenfall die gesamten Kosten übernimmt. Dem ist aber nicht so. Die Mietkautionsversicherung beruht auf dem Prinzip der Bürgschaft, bei dem sich eine Drittpartei, in diesem Fall die Mietkautionsgesellschaft, für jemanden verbürgt und für Forderungen haftet. Leistet die Mietkautionsgesellschaft Forderungen aus dem Mietvertrag an den Vermieter, muss der Mieter den Gesamtbetrag an die Mietkautionsgesellschaft zurückzahlen.

Wie schliesse ich eine Mietkautionsversicherung ab?
  1. Online Anbieter vergleichen und passendes Angebot finden
  2. Auf der Website der Mietkautionsgesellschaft die Mietkaution online eröffnen
  3. Nach der Annahme des Antrages wird die Zahlung des ersten Prämienbeitrages fällig
  4. Nach Zahlungseingang wird die Bürgschaftsurkunde erstellt
  5. Der Vermieter erhält die originale Mietkautionsbescheinigung per Post
  6. Der Mieter erhält eine Kopie der Mietkautionsbescheinigung per E-Mail

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