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Wann wird die Mietkautionsversicherung gekündigt?

Wann die Kündigung der Mietkautionsversicherung erfolgen sollte

Der Vermieter muss die Kaution innerhalb einer festgelegten Frist von 12 Monaten nach Beendigung des Mietverhältnisses an den Mieter zurückzahlen resp. freizugeben. Dabei hat der Vermieter das Recht, nicht bezahlte Miete oder Nebenkosten von der Mietkaution abzuziehen sowie einen angemessenen Betrag der Mietkaution zur Behebung der eventuell vom Mieter verursachten Schäden einzusetzen. Läuft diese Frist ab, kann die Mieterschaft die Auszahlung bei der Bank auch ohne Einverständnis bewirken.

Hauptgrund von Verzögerungen stellt Mieterschäden dar. Wenn die Räumlichkeiten des Mietobjekts oder Objekte, die dem Mieter im Zuge des Mietverhältnisses zur Verfügung gestellt wurden, beschädigt sind, kann der Vermieter die gesamte Mietkaution oder einen Teil davon einbehalten, um das Geld für notwendige Reparaturen zu verwenden. Hierbei muss der Mieter jedoch nicht für regulären Verschleiss im Zusammenhang mit der normalen Nutzung des Mietobjekts bezahlen. Der Mieter ist trotzdem dafür verantwortlich, die Wohnung in einem sauberen und hygienischen Zustand zu halten, der frei von übermässigem Schmutz und Beschädigungen ist.

Der Vermieter muss in der Regel innerhalb einer gewissen Frist nach Beendigung des Mietverhältnisses entsprechende Dokumente für den Mieter bereitstellen, aus denen die Begründung des Einbehalts der Mietkautionsversicherung hervorgeht. Dazu gehört eine detaillierte Auflistung der dem Mieter entstandenen Schäden, die Art und Umfang der Schäden beschreibt. Ausserdem sollten die Kosten aufgeführt werden, die für die Behebung der genannten Schäden anfallen. In diesem Fall können Sie als Mieter von Ihrem Vermieter auch schriftliche Nachweise wie Schätzungen, Rechnungen, Kostenvoranschläge oder Quittungen anfordern, aus denen die tatsächlichen oder geschätzten Kosten dieser Reparaturen hervorgehen.

Der Vermieter muss den Restbetrag der Mietkaution, falls vorhanden, zurückerstatten, nachdem alle ordnungsgemässen Abzüge vorgenommen wurden. Wenn der Vermieter die Mietkaution oder den Restbetrag nach rechtmässigen Abzügen nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit nach Beendigung des Mietverhältnisses inklusive der aufgelaufenen Zinsen zurückerstattet oder dem Mieter nicht innerhalb dieser Zeit eine detaillierte Schadenliste vorlegt, kann der Mieter den Vermieter verklagen.

Was kann ein Vermieter von der Mietkaution abziehen und was nicht?

Manchmal wird eine Mietkaution auch als "Schadenskaution" bezeichnet, da sie im Allgemeinen eine Sicherheit in Form eines Geldbetrags darstellt, den der Vermieter unter anderem dazu verwenden kann, Schäden an einem Mietobjekt nach Ende des Mietverhältnisses zu beheben. Ziel dabei ist es, das Objekt wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es sich befand, als der betreffende Mieter eingezogen ist.

Die Mietkaution schützt den Vermieter, falls nach Ablauf eines Mietvertrags durch den Mieter verschuldete Schäden oder eine übermässige Verschmutzung der Wohnung vorliegen. Der Vermieter darf jedoch keine Abzüge von der Mietkaution für Reparaturen von solchen Schäden geltend machen, die durch eine normale Abnutzung des Mietobjekts entstanden sind.

Was also kann und kann nicht von einer Mietkaution abgezogen werden? Um diesen Punkt zu verdeutlichen, sind hier einige Beispiele für Schäden aufgeführt, für deren Reparatur ein Vermieter Abzüge von der Mietkaution geltend machen kann. Das bedeutet, dass der verursachte Schaden über den normalen Verschleiss hinausgeht.

  • übermässige Löcher in den Wänden durch das Aufhängen von Bildern
  • defekte Fliesen oder Armaturen in Badezimmern
  • eine wegen Missbrauchs verstopfte oder defekte Toilette
  • beschädigte Mauern
  • Entfernung von durch den Mieter aufgebrachter Farbe
  • Risse, Löcher oder Brandflecken in Teppichen oder Vorhängen
  • Entfernung von Flecken im Teppich durch Haustiere oder undichte Aquarien
  • zerbrochene oder beschädigte Fenster oder Glastüren
  • beschädigte Türen und Schlösser
  • Ersatz von Geräten, die aufgrund von Fahrlässigkeit defekt sind
  • übermässiger Schmutz über oder auf dem Herd
  • verstopfte Abflüsse durch Missbrauch oder Nachlässigkeit
  • defekte oder fehlende Jalousien
  • Schädlingsbekämpfung
  • übermässiger Schimmel an Wänden sowie Schimmel in Badezimmer oder Küche
  • übermässig schmutzige Badewanne, Dusche, Waschbecken, Spiegel oder Toilette

Die folgende Liste führt beispielhaft Mängel an, die im Allgemeinen als normaler Verschleiss angesehen werden und für die keine Abzüge von einer Mietkaution getätigt werden können.

  • verblasste Farbe oder Tapete durch Einwirkung von Sonnenlicht
  • defekte Rohrleitungen bei normalem Gebrauch
  • schmutzige Jalousien und Vorhänge
  • Teppichverschleiss durch normalen Gebrauch
  • Möbelspuren im Teppich
  • verzogene Türen aufgrund des Alters
  • Verzogene Fenster durch Arbeiten des Glases
  • Dellen in Wänden von Türgriffen
  • defekte Geräte, wenn nicht durch Missbrauch
  • Staub und leicht entfernbare Verschmutzungen
  • verblasste Vorhänge
  • kaputte Glühbirnen
  • Ersatzbatterien für Rauchmelder
  • Bild- oder Nadellöcher in Wänden, solange nicht übermässig

Kann ein Mieter seine Mietkaution verlieren, wenn ein Untermieter die Wohnung beschädigt?

Bevor Sie Untermieter ins Spiel bringen, stellen Sie zunächst sicher, dass eine Untervermietung im Rahmen Ihres Mietvertrages zulässig ist. Wenn dies nicht der Fall ist und ein illegaler Untermieter Ihre Wohnung beschädigt, besteht Ihre grösste Sorge in der Regel darin, dass Sie selbst vor Gericht stehen könnten, anstatt dass Sie womöglich Ihre Mietkaution verlieren.

Selbst wenn Sie grünes Licht für die Untervermietung von Ihrem Vermieter haben, haftet derjenige, der im Mietvertrag als Mieter aufgeführt ist, für Schäden an der Wohnung.

Was kann ein Mieter tun, um sicherzustellen, dass die gesamte Mietkaution zurückerstattet wird?
Als Mieter haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrem Vermieter vor Beendigung des Mietverhältnisses und vor Ihrem Auszug aus dem Mietobjekt eine Auszugskontrolle durchzuführen. Diese kann Ihnen dabei helfen, Ihre Chancen auf Rückerstattung der gesamten Mietkaution zu maximieren. Ein Mieter, der an einen Auszug denkt, kann seinen Vermieter darum bitten, dass dieser oder ein Vertreter des Vermieters gemeinsam mit dem Mieter durch die Mieteinheit geht. Dabei wird eine Liste der Mängel erstellt, die zu Abzügen von der Mietkaution führen würden, würde der Mieter zu diesem Zeitpunkt sofort ausziehen.

Eine solche Liste gibt dem Mieter die Gelegenheit, die notwendigen Reparaturen selbst durchzuführen, sofern ihm dies Möglich ist. So können Schäden unter Umständen günstiger behoben werden, als wenn der Vermieter einen Fachmann zur Reparatur der Schäden auswählt und diesen mit den Arbeiten beauftragt. Werden Schäden vom Mieter ordnungsgemäss behoben, können hierfür durch den Vermieter keine Abzüge von der Mietkaution mehr geltend gemacht werden.

Welche Möglichkeiten hat ein Mieter, wenn sich der Vermieter weigert, die Mietkaution zurückzuerstatten?
Wenn Sie als Mieter das Gefühl haben, um Ihre Mietkaution betrogen worden zu sein und glaubhafte Gründe dafür haben, dass Sie Ihre Mietkaution zurückerhalten sollten, sollten Sie Ihren Vermieter schriftlich zur Rückzahlung der Mietkaution auffordern. In diesem Schreiben sollten Sie Ihrem Vermieter eine Frist für die Rückzahlung der Mietkaution setzen. Ausserdem sollten Sie sachlich und aussagekräftig darlegen, warum Ihnen die Mietkaution zurückerstattet werden sollte.

Die meisten Mieter und Vermieter können auf diese Weise Kompromisse eingehen, die für beide Seiten fair und annehmbar sind. Wenn ein Vermieter jedoch nicht mit sich verhandeln lässt, uneinsichtig bleibt, nicht reagiert und Sie das Gefühl haben, im Recht zu sein, kann es sich lohnen einen Anwalt zurate zu ziehen. Dieser kann dann die Rückzahlung der Mietkaution vor Gericht einfordern. Das kann sich vor allem dann lohnen, wenn hohe Beträge auf dem Spiel stehen. Dieser Prozess ist jedoch zeitaufwendig, kann Ihnen grosse Kopfschmerzen verursachen und führt nicht immer zum Erfolg.

Bevor Sie sich dazu entscheiden, einen Anspruch gerichtlich geltend zu machen, stellen Sie sicher, dass Sie alle anderen Alternativen ausgeschöpft haben. Eine aussergerichtliche Einigung und das Finden eines Kompromisses sind in den meisten Fällen für beide Parteien die beste Lösung. Lohnend kann hierbei auch eine Beratung durch den Mieterinnen- und Mieterverband der Schweiz sein.



Wir versuchen auf dieser Seite das Thema Mietkautionsversicherung so einfach, anschaulich und umfassend wie nur möglich zu erläutern. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, besuchen Sie die Seiten der Versicherungsanbieter und informieren Sie sich dort konkret zu den Leistungen und Kosten.

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