Wenn die Fenster schwitzen...

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Der Januar 2017 galt als einer der kältesten Januare der letzten 20 Jahre. Im Schnitt war er drei Grad kälter als die vorherigen.

Einige von uns haben das nicht nur beim Spazierengehen oder auf dem Fahrrad gemerkt, sondern bekamen den Frost auch in der eigenen Wohnung zu spüren. Insgesamt 16 Tage lag die Aussentemperatur ohne Unterbrechung unter dem Gefrierpunkt und verursachte während dieser Zeit Probleme in den alten Schweizer Gebäuden.

Kochen, Duschen, Wäsche trocknen...

Morgens nach dem Aufwachen konnten viele Kondenswasser am Fenster beobachten. Die Fenster strahlen die Kälte ähnlich wie ein Eisblock ab. Man spürt das beispielsweise beim Frühstück, wenn die feuchte Kälte bis unter die Haut kriecht. Wenn Sie sich hier wiedererkennen, dann kann es Sie beruhigen, dass sie mit dieser Januar-Erfahrung nicht alleine sind. Bei anderen wird es sogar noch schlimmer, wenn sie hilflos beobachten müssen, wie sich aufgrund der Kälte Schimmel an den Wänden bildet.

Damit die Fenster nicht schwitzen und sich auch kein Schimmel bildet, müssen zunächst die Feuchtigkeitsquellen untersucht wurden. Mehrere Seiten im Internet und Merkblätter weisen immer auf die Menschen und Pflanzen hin. Beide Lebewesen geben Feuchtigkeit ab. Doch genauso verursachen die Aktivitäten in der Küche wie Kochen und das Duschen im Bad Feuchtigkeit. Nach Möglichkeit lassen Sie die Feuchtigkeit nach dem Kochen oder Duschen unverzüglich durch ein geöffnetes Fenster entweichen. Erst danach öffnen Sie die Tür. Nutzen Sie beim Kochen immer einen Deckel und schalten Sie (wenn vorhanden) den Dampfabzug ein. Der Nachteil dabei ist, dass man dem Lärm des Dampfabzuges ausgesetzt ist. Zudem kocht das Wasser schneller über.

Ein weiterer Faktor ist das Wäschetrocknen. Auch beim Trocknen der Wäsche entsteht sehr viel Feuchtigkeit. Trocken Sie Ihre Wäsche daher wenn möglich draussen.

Undichte Fenster

Wenn all diese Massnahmen nichts nützen, könnten Ihre Fenster undicht sein. Auch Fenster haben eine gewisse Lebensdauer. Nach ungefähr 20 Jahren macht sich ein Unterschied bemerkbar. Über die Hälfte der Gebäude in der Zentralschweiz ist mittlerweile 40 Jahre alt. Da wundert es nicht, dass letzten Januar so viele Schweizerinnen und Schweizer von Kondenswasser an den Fenstern geplagt wurden. Viele Gebäudehüllen funktionieren nicht mehr wie früher und bieten der Kälte verwundbare Angriffspunkte. Im Gegensatz zu Fahrzeugen gibt es bei Häusern keine gesetzliche Wartungspflicht. Daher wird sich dieses Problem nicht von alleine lösen. Zudem stellt sich das eingeschränkte bzw. oftmals nicht vorhandene Mitsprachrecht der Mieterschaft als Problem dar. Wie sollen Mieterinnen und Mieter dem Schimmel und dem Kondenswasser Herr werden, wenn die Vermieter nur Kosten sparen möchten? Langfristig ist hier ein Umdenken gefragt.

Letzte Änderung amMittwoch, 22 Februar 2017 06:29

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