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Die 8 häufigsten Irrtümer bei der Mietkautionsversicherung Empfehlung

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Die 8 häufigsten Irrtümer bei der Mietkautionsversicherung

Die Mietkautionsversicherung wird von einigen Irrtümern und Gerüchten überschattet. Im Vergleich zu anderen Produkten, ist sie ein relativ junges Finanzprodukt und sorgt deshalb bei Mietern - und manchmal auch bei Vermietern - für Verwirrung. In diesem Artikel möchten wir die häufigsten Irrtümer aufklären.

Irrtum 1: Die Mietkautionsversicherung funktioniert wie eine Haftpflichtversicherung

Wer beim Besuch eines Freundes versehentlich den Spiegel beschädigt oder ein Zigaretten-Brandloch im Teppich verursacht, bekommt die finanzielle Aufwendung zur Schadenswiedergutmachung von seiner Privathaftpflichtversicherung zurückerstattet. Bei einer Mietkautionsversicherung ist das anders. Diese haftet zwar auch für derartige Schäden und überweist dem Vermieter das geforderte Geld, übt im Nachhinein jedoch den Rückgriff auf den Mieter aus und holt sich das Geld von ihm zurück. Der Begriff “Versicherung” in dem Wort Mietkautionsversicherung ist deshalb einwenig irreführend. Die Mietkautionsversicherung ist eine versicherungsgedeckte Bürgschaft, welche das Geld im Schadensfall nur vorstreckt.

Irrtum 2: Die Mietkautionsversicherung funktioniert wie ein Kredit

Ein Anbieter verlangt auf seine Mietkautionsversicherung 4,5 Prozent Zinsen jährlich. Bei dem Wort Zinsen denken viele Menschen an einen Kredit. Doch die Mietkautionsversicherung ist kein Kredit, sondern ähnelt einem Darlehen, da sie zu den Finanzierungen gehört. Der Bürge, in dem Fall die Versicherung, zahlt nur dann, wenn auch tatsächlich ein Schaden eintritt (Eventualverbindlichkeit). Der Mieter muss nur dann die Leistungen aus der Bürgschaft an die Versicherung zurückzahlen, wenn diese auch wirklich an den Vermieter ausgezahlt hat. Leistet die Versicherung nicht, weil es zu keinem Schadensfall gekommen ist, zahlt der Mieter lediglich den Jahresbeitrag. Dieser Beitrag wird von den meisten Versicherung in Form eines Zinssatzes berechnet und in Rechnung gestellt.

Irrtum 3: Bank- und Versicherungsbürgschaft unterscheiden sich grundlegend

Bei den Begriffen Bankbürgschaft und Mietkautionsversicherung entsteht der Eindruck, es handele sich um 2 grundlegend verschiedene Finanzprodukte. Erst ein Blick hinter den Vorhang zeigt, das beide Produkte sich stark ähneln. Auch die Mietkautionsversicherung ist eine Bürgschaft. Der Unterschied besteht darin, wer sich für den Mieter verbürgt. Bei der Bankbürgschaft verbirgt sich eine Bank und bei der Mietkautionsversicherung ist es eine Versicherung.

Irrtum 4: Der Vermieter muss die Mietkautionsversicherung akzeptieren

Mieter und Vermieter können sich auf andere Kautionshinterlegungen wie eine Mietbürgschaft einigen, doch der Vermieter ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet, diese als Ersatz für die Barkaution anzunehmen. Mieter sollten deshalb im Voraus mit dem Vermieter abklären, ob dieser eine Mietkautionsversicherung akzeptieren würde.

Irrtum 5: Mieter ohne Barkaution sind nicht solvent

Dieses Scheinargument wird gerne von Vermietern zur Ablehnung der Mietkautionsversicherung herangezogen. Es handelt sich jedoch um einen Vorurteil, das wichtige Punkte unberücksichtigt lässt. Die Tatsache das heutzutage viele Mieter aus finanziellen Gründen die Mietkautionsversicherung einer Barkaution vorziehen, lässt auf finanzielle Engpässe rückschliessen. Das ist nicht komplett falsch. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Umzugskosten in den letzten Jahren gestiegen sind. Deshalb nutzen auch solvente Mieter die Mietkautionsversicherung zur Sicherheitshinterlegung. Die finanzielle Belastung beim Umzug ist besonders dann hoch, wenn der vorherige Vermieter die Mietkaution noch zurückhält, während der neue Vermieter bereits die neue Kaution verlangt. Mieter mit schlechter Bonität werden beim Antragsverfahren einer Mietkautionsversicherung abgelehnt. Daher ist das Erhalten einer Mietkautionsversicherung für den Vermieter ein starker Hinweis auf die Solvenz des Mieters.

Irrtum 6: Die Mietkautionspolice kann der Mieter eigenständig kündigen

Viele Vermieter stellen sich die Frage, ob der Mieter als Versicherungsnehmer die Kautionspolice ohne das Wissen des Vermieters kündigen kann. Diese Frage ist durchaus berechtigt, da der Vermieter böse Überraschungen vermeiden möchte. Es könnte ja sein, dass der Mieter bei Mietaustritt Forderungen begleichen muss, die man über die Mietkautionsversicherung verrechnen lassen möchte, stellt dann aber fest, dass die Police nicht mehr aktiv ist. Um den Sinn der Sicherheitsleistung zu wahren, kann die Mietkautionsversicherung letztendlich nur mit Einverständnis des Vermieters aufgelöst ist. Dies passiert, indem der Vermieter die Kautionsurkunde an die Versicherung zurückschickt oder schriftlich mitteilt, dass die Freigabe gewünscht wird. Der Mieter kann also nicht von sich aus die Versicherungspolice auflösen, da dieses Verfahren immer mit dem Vermieter in Berührung steht.

Irrtum 7: Abschluss ist nur bei Mietbeginn möglich

Die Mietkautionsversicherung kann nicht nur bei Mietbeginn abgeschlossen werden. Sie kann ebensogut vor und während des Mietverhältnisses beantragt werden. Wird sie während des Mietverhältnisses beantragt, wird in der Regel die Barkaution gegen eine Bürgschaft eingetauscht. Mieter können also eine bereits hinterlege Kaution freischalten und wieder frei über ihr Geld verfügen.

Irrtum 8: Die Beantragung ist kompliziert und nimmt viel Zeit in Anspruch

Wer vor zehn oder fünfzehn Jahren bei seiner Bank eine Mietbürgschaft erhalten hat, musste sich zuvor durch mehrere komplizierte Antragsformulare arbeiten, ein zusätzliches Sperrkonto mit einer Einlage einrichten und lange Gespräche mit der Bank führen. Das Erhalten einer Bankbürgschaft war durchaus kompliziert und mit Aufwand verbunden. Heutzutage sieht es anders aus. Banken und insbesondere Versicherungen nutzen das Internet und ermöglichen es dem Antragsteller damit, die Mietkautionsbürgschaft innerhalb weniger Minuten zu beantragen und innert wenigen tagen die Bürgschaftsurkunde zu versenden. Heute muss niemand mehr sein Haus verlassen, um eine Mietbürgschafts-Urkunde zu erhalten. Der komplette Antragsprozess kann online mit wenigen Klicks und dem Hochladen einiger Dokumente vorgenommen werden. Der Anbieter goCaution verzichtet sogar auf Dokumente und ermöglicht Mietern die Mietbürgschaft zu 100% online und innert wenigen Minuten abzuschliessen.


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Letzte Änderung am Sonntag, 02 September 2018 22:55

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